Haftungsverbund

Beim so genannten Haftungsverbund handelt es sich um ein Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe (Deutscher Sparkassen- und Giroverband, kurz DSGV), dem sämtliche Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen angeschlossen sind und der in den 70er Jahren gegründet wurde.

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Der Verbund dient der Sicherung der Solvenz und Liquidität der angeschlossenen Institute und leistet Hilfe, wenn drohende oder bereits bestehende wirtschaftliche Schwierigkeiten auftreten. Diese Hilfe kann erfolgen durch …

… die Zufuhr von Eigenmitteln,
… die Übernahme von Bürgschaften, Garantien oder verzinslichen Schuldversprechen,
… die Erfüllung von Ansprüchen Dritter.


Der Aufbau des Haftungsverbundes sieht dabei wie folgt aus:

11 Sparkassenstützungsfonds der regionalen Sparkassen- und Giroverbände
= Haftungsgemeinschaft

Sobald ein Stützungsfall bei einem regionalen Verband auftritt und die Fondsmittel für alle Aufwendungen nicht ausreichen, findet ein überregionaler Ausgelich zwischen den 11 Stützungsfonds statt, d.h. alle helfen einem.

Sicherungsreserve der Landesbanken/Girozentralen
= Ein für die Landesbanken/Girozentralen beim DGSV gebildeter selbstständiger Fonds

Sicherungsfonds für die Gruppe der Landesbausparkassen
= Ein für die Landesbausparkassen beim DGSV gebildeter selbstständiger Fonds

Sobald ein Stützungsfall innerhalb des Haftungsverbundes eintritt und sowohl die regionalen als auch die überregionalen Mittel für die Aufwendungen nicht ausreichen, tritt der Verbund in Kraft, sodass dem betroffenen Institut das Gesamtvolumen aller Sicherungseinrichtungen für institutssichernde Maßnahmen zur Verfügung steht. Dadurch sind die Einlagen (speziell Spar-, Termin-, oder Sichteinlagen sowie verbriefte Forderungen) der Kunden zu 100 % abgesichert und nicht auf die gesetzlich festgeschriebene Mindesthöhe für die Einlagensicherheit von 20.000 € beschränkt.

 
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