Greenback

Mit dem Greenback wird allgemein und umgangssprachlich die US-amerikanische Währung des Dollars bezeichnet. Der Begriff beruht auf dem Aussehen der Dollar-Banknote, die auf der Rückseite grün ist (engl. green = grün; engl. back = Rückseite; wörtlich übersetzt = Grünrücken).

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Der Greenback wurde erstmals im Jahre 1862 im Sezessionskrieg (Amerikanischer Bürgerkrieg) ausgegeben. Kurz danach war die Pflicht zur Einlösung von Gold aufgehoben worden. Als Folge davon verlor der Greenback als Papiergeld gegenüber dem Münzgeld erheblich an Wert.

Mit Greenback bezeichnete sich auch die Greenback Party oder auch Greenback-Labour Party. Sie wurde größtenteils von Landwirten ins Leben gerufen, die während der Panik am Zusammenbruch der New Yorker Börse im Jahre 1873 finanziell zu Schaden kamen. Ein Jahr später gründete sich die Partei in Indianapolis als Independent National Party (Unabhängige Nationalpartei). Der Name der politischen Partei verweist absichtlich auf die US-amerikanische Banknote mit der grünen Rückseite. Sie hatte damals ausgerufen, größere Geldmengen herauszugeben. Mit dieser Aktion wollte sie zahlreichen Menschen, darunter besonders viele Landwirte, unterstützen. Auf diese Weise sollten sie einen höheren Gewinn für ihre Produkte einstreichen, um folglich ihre Schulden schneller ausgleichen zu können. Für die Greenback-Partei zogen im Jahre 1878 bereits 14 Mitglieder in den US-Kongress. Zwei Jahre später wurden in das Parteiprogramm die Einführung der Einkommensteuer, der Achtstunden-Arbeitstag und das Wahlrecht für Frauen aufgenommen. Nach dem Jahr 1884 verlor die Partei schnell an politischem Einfluss.

 
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