Goodharts Regel

Die Goodhart`s Regel, eher „Goodhart`s Law“ genannt, betrifft vor Allem die Währungspolitik. Demnach heben sich empirisch festgestellte Gesetzmäßigkeiten (zum Beispiel zwischen Zinssatz, Geldmenge und Inflationsrate) auf, sobald in das komplette System von außen eingegriffen wird, um dieses zu steuern.

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Das Gesetz hat der englische Ökonom Charles Goodhart (geb. 1936) aufgestellt. Er spricht damit – anders ausgedrückt - die Veränderlichkeit eines nachweislich festgestellten Zusammenhangs zwischen makroökonomischen Größen, wenn dieser für die geldpolitischen Zwecke nutzbar gemacht wird, an.

Nach den von Goodhart aufgestellten Regelmäßigkeiten bringt eine Zentralbank Instabilität und Strukturbrüche in bestehende stabile ökonomische Strukturen und deren Beziehungen zwischen einer bestimmten Geldmengenspezifikation und Zinsen, Sozialprodukt und Preisen (auch als Aggregat bezeichnet), wenn sie versucht, diese zu ändern. Die Eigenschaften des Aggregats werden als Informations- und Zwischenzielvariable bezeichnet, die durch den besagten Eingriff bzw. durch die besagte Änderung der Zentralbank verloren gehen würden.

Auf die von Goodhart`s Gesetz beschworene Gefahr wird immer dann besonders hingewiesen, wenn sich die geldpolitischen Strategien bzw. der geldpolitische Kurs ändert.

Charles Goodhart war in der Zeit von 1968 bis 1985 Chief-Economist der Bank of England (BoE). Seinen nach ihm benannten Zusammenhang erwähnte er erstmals im Jahr 1975 in einem Aufsatz für eine Tagung der Reserve Bank of Australia. Erste Analysen dazu stellte er im Zeitraum von 1972 bis 1975 an.

 
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