geschlossene Fonds

Geschlossene Fonds werden auch Closed-End-Funds genannt und sind eine mögliche Variante der gemeinschaftlichen Vermögensanlage. Rein rechtlich zählen sie aber nicht zu Investmentfonds, da sie nicht von Kapitalanlagegesellschaften verwaltet werden und sie nicht dem Investmentgesetz (InvG) unterliegen. Bei geschlossenen Fonds schließen sich eher verschiedene Investoren zu Personengesellschaften(z.B. Kommanditgesellschaft) zusammen, um mit gemeinsamen (Kredit)Mitteln bestimmte Objekte zu erwerben bzw. zu erstellen. Daher unterliegen sie auch der Gesetzgebung der jeweiligen Gesellschaft.

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Eine Investition in solche Fonds ist üblicherweise nur im angegebenen Platzierungszeitraum bis zur Ausschöpfung des entsprechenden Volumens möglich. Demnach ist bei den geschlossenen Fonds vorher festgelegt, bis wann ein Anleger die Möglichkeit hat, sein Kapital darin zu investieren und wie viele Anteile überhaupt ausgegeben werden. Sobald eines der beiden Kriterien erschöpft ist, d.h. …

… der Platzierungszeitraum (Periode) ist abgelaufen oder
… das Volumen ist ausgeschöpft (alle Anteile wurden ausgegeben),


dann wird der Fonds geschlossen und keine Investitionen sind mehr möglich (Closed-End-Prinzip).

Als Anleger bei geschlossenen Fonds ist es üblich, dass man als Käufer eines Anteils zum Unternehmer avanciert (in der Regel zum Kommanditisten). Dadurch hat der Investor alle Chancen, trägt aber auch alle damit verbundenen Risiken. Zudem ist der Anteilseigner über die gesamte Laufzeit der Beteiligung fest gebunden und hat demnach auch keinen Anspruch auf vorzeitige Rücknahme seiner Anteile zu Lasten des Sondervermögens der Kapitalanlagegesellschaft. Ihm bleibt aber die Alternative, die Beteiligungen an der Börse zum aktuellen Preis (abhängig von Angebot und Nachfrage) an einen Dritten zu verkaufen.

Ein gutes Beispiel solcher Fonds sind geschlossene Immobilienfonds. Hier legt der Investor sein Kapital üblicherweise in einzelne Immobilien an und wird entweder kompletter oder anteilmäßiger Eigentümer. Die Erträge aus dem Immobilienfonds zählen zu den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung. Ein wichtiges Risiko, was zu 100 % beim Anleger liegt, ist, dass die Mieten oder Pachten nicht bezahlt werden und so auch keine Einkünfte an den Investor fließen.

Das Hauptziel der Anlage in geschlossene Fonds ist die Erwirtschaftung von Erträgen, die jährlich ausgeschüttet werden. Allerdings muss man auch stets genau die Chancen und Risiken einer solchen Investition abwägen.

Weitere Beispiele:
- Schifffonds
- Filmfonds
etc.

 
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