Geldschleier

Der Geldschleier bezeichnet die primär von Klassikern der Nationalökonomik vertretene Auffassung, dass Geldgrößen generell lediglich reale wirtschaftliche Vorgänge widerspiegeln können. Dieser Geldschleier verbirgt den dahinter liegenden Kern der Abläufe, den man erst erkennen kann, wenn man den Schleier entfernt.

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Bei der Definition wird angenommen, dass die Eigenschaften des Geldes als Maßstab sowohl nach innen als auch nach außen stets unverändert bleiben. Dies war im Bezug auf die früher herrschende Goldwährung generell auch zutreffend. Heutzutage allerdings ist eine unmittelbare Auswirkung auf die Prozesse der Wirtschaft in vielfältiger Weise zu verzeichnen, wenn Veränderungen der Geldmenge oder auch Änderungen der Wechselkurse auftreten. Der Geldverkehr überdeckt im Sinne des Begriffes des „Geldschleiers“ letztendlich dennoch die zu Grunde liegenden realen Produktions- und Tauschbeziehungen. Die Zwischenschaltung des Geldes ist vor Allem nach Ansicht der klassischen Wirtschaftstheorie lediglich eine Erleichterung des Tausches von Gütern und Leistungen im Rahmen einer Volkswirtschaft und auch im internationalen Handel. Wird der Schleier entfernt, werden die wahren Zusammenhänge zumindest gedanklich unverzerrt sichtbar.

Generell steht die Frage, ob der Geldschleier für das Geld tatsächlich ein Spezifikum darstellt, immer wieder in der Diskussion. Dabei stellt die Thematik des Geldschleiers ein Gebiet der so genannten Geldsoziologie dar, welches mit der Frage nach der Geldneutralität in Verbindung steht.

 
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