Geldklemme

Mit einer Geldklemme wird im Finanzbereich eine kurzfristige Übernachfrage nach Geld, hier im Besonderen Zentralbankgeld, bezeichnet. Dieses Phänomen ist auf dem internationalen Finanzparkett auch als „Money pinch“ oder „Money squeeze“ geläufig. Ein weiteres geläufiges Synonym für die Geldklemme ist die Bezeichnung Geldüberhang.

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Immer dann, wenn die Wirtschaft auf Grund einer negativen gesamtwirtschaftlichen Situation in eine solche Geldklemme gerät, droht ein volkswirtschaftlicher Knock-Out. Die Wirtschaft sowie die Menschen, die innerhalb dieser Waren und Dienstleistungen erwerben, benötigen Geld zum Überleben. Eine Mögliche Reaktion auf diese Situation:

Die Zentralbank bringt mehr Geld in Umlauf, um die Volkswirtschaft gezielt anzukurbeln.

Oft werden in solch einer Situation dann auch Bezugsscheine für den grundlegenden Lebensunterhalt ausgegeben. Gleichzeitig beochbachtet man oft ein Aufblühen von Schwarzmärkten jede Art.

Als gutes Beispiel dient Deutschland während des Zweiten Weltkrieges bis zur Währungsreform im Jahre 1948. Während dieser Zeit wurde durch die Zentralbank die Geldmenge immer weiter erhöht, während die Preise auf Grund eines staatlich verordneten Verbots nicht weiter steigen durften. Auf diese Weise versuchte man, die brach liegende Wirtschaft für die Kriegsfinanzierung künstlich am Leben zu erhalten – Konkurse am Fließband, Arbeitslosigkeit und Armut waren die bekannten Ergebnisse dieser einschneidenden Zeit, die man heute auch als „galoppierende Inflation“ bezeichnet.

Schließlich liegt eine weitere Bedeutung des Wortes Geldklemme in der Umgangssprache. Hierbei steht das Wort für das Fehlen von Kapital, um eine bestimmte Investition tätigen zu können.

 
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