Doppelte Buchführung (Doppik)

Die doppelte Buchführung (synonym auch kaufmännische Buchführung oder doppelte Buchhaltung genannt) ist die bevorzugte Art der Finanzbuchhaltung in der deutschen Wirtschaft. Kennzeichnend für die Doppik (Doppelte Buchführung in Konten) ist die doppelte Buchung eines Geschäftsvorgangs, denn man bucht grundsätzlich Soll an Haben und spricht damit zwei verschiedene Konten an.

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Bei einer einfachen Buchung auf zwei Konten handelt es sich um einen einfachen Buchungssatz, wobei auch mehr als zwei Konten möglich sind (zusammengesetzter Buchungssatz). In der Summe aber wird auf der Soll- und Habenseite stets der gleiche Betrag/ Wert buchhalterisch erfasst.

Der System der doppelten Buchführung besteht stets aus den folgenden Komponenten:

•    Eröffnungsbilanzkonto (EBK) mit …
… Soll (Gegenbuchung der Anfangsbestände der Passivkonten)
und
… Haben (Gegenbuchung der Anfangsbestände der Aktivkonten)

•    Aktiv- und Passivkonten mit Soll und Haben

•    Schlussbilanzkonto mit …

… Soll (Salden der Aktivkonten)
und
… Haben (Salden der Passivkonten)

Neben der zweifachen Buchung eines Geschäftsvorfalles kann die Bedeutung der Bezeichnung „doppelte Buchführung“ aber auch auf die folgenden Auslegungen zurückgeführt werden:

1. Erfolgsnachweis eines Unternehmens zweifach möglich

Der Erfolg eines Unternehmens (Gewinn oder Verlust) kann sowohl …

… durch den Vergleich des Eigenkapitals des aktuellen Geschäftsjahres mit dem Saldo des vergangenen Jahres als auch

… durch den Vergleich der Aufwendungen und Erträge über die Gewinn- und Verlustrechnung festgestellt werden.

2. Erfassung der Geschäftsvorfälle in zwei verschiedenen Büchern
Jeder Geschäftsvorfall ist sowohl im Grund- als auch im Hauptbuch eines Unternehmens zu erfasse, sofern keine andere Art der Finanzbuchhaltung gewählt wurde oder zulässig ist.

 
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