Bundesobligation

Bundesobligationen gehören zu den Wertpapieren des Bundes und seiner Sondervermögen und sind öffentliche Anleihen, d.h. verzinsliche Wertpapiere, emittiert von der Bundesrepublik Deutschland (speziell Finanzagentur GmbH).

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Bundesobligationen werden als Daueremission an allen deutschen Börsen, begeben. Dabei werden jährlich drei Serien in den Monaten Februar, Mai und Oktober eingeführt, d.h. emittiert.

Das Emissionsverfahren bei Bundesobligationen ist das Tenderverfahren und an den Ausschreibungen dürfen sich ausschließlich Mitglieder der „Bietergruppe Bundesemission“ beteiligen. Die Mindestauftragsgröße beträgt in der Regel 1 Millionen Euro pro Kreditinstitut, wobei die Auftragswerte teilweise auch abweichen können. Nach oben gibt es keine Grenze. Sollte allerdings direkt über die Bundeswertpapierverwaltung erworben werden, gilt pro Anleger (nicht pro Kreditinstitut) eine Mindestauftragsgröße von 110 € und ein Anlagehöchstbetrag von 50.000 € pro Tag.

Erwerben kann dieses Papier über die Börse jedermann. Der Direkterwerb bei der Bundeswertpapierverwaltung ist allerdings nur allen natürlichen Personen sowie gebietsansässigen gemeinnützigen, mildtätigen und kirchlichen Einrichtungen vorbehalten.

An die Laufzeit ist man nicht gebunden. Da es sich um börsennotierte Obligationen handelt, können diese jederzeit zum aktuellen Kurs an der Börse verkauft werden. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass bei Neuemissionen die Laufzeit meist bei ca. 5 Jahren und bei bereits gehandelten Papieren zwischen 1 Monat und 5 Jahren liegt.

Bundesobligationen sind mit einer festen Verzinsung ausgestattet. Gezahlt werden die Zinsen jährlich nachträglich durch Einreichung des entsprechenden Zinsscheines. Abgerechnet wird dabei Tag genau, d.h. actual/ actual.

Aufbewahrt werden können die Obligationen entweder in einem Depot bei einem Kreditinstitut oder direkt bei der Bundeswertpapierverwaltung. Der einzige Unterschied ist, dass bei der ersten Möglichkeit Depotgebühren anfallen.

Da die Bundesobligationen an der Börse gehandelt werden, besteht ein gewisses Kursrisiko, denn bei vorzeitigem Verkauf kann der aktuelle Verkaufskurs unter dem Erwerbskurs liegen.

 
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