Thomas Cook-Pleite: Kreditkarten-Chargeback als Lösung

News vom 21.11.2019

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Thomas Cook ist insolvent: die Auswirkungen

Thomas Cook ist insolvent. Direkt nach der Bekanntgabe waren wohl rund 600.000 Menschen über den Reiseveranstalter im Urlaub. Darunter waren 140.000 Deutsche. Aber was tun, wenn die Reise mit Thomas Cook noch ansteht?

Zwei Tage nach dem Mutterkonzern hat am 25. September 2019 auch die deutsche Thomas-Cook-Tochter einen Insolvenzantrag gestellt. Zu dem deutschen Veranstalter gehören auch die Marken Neckermann Reisen, Öger Tours, Air Marin und Bucher Reisen. 

+++ UPDATE (11/2019): Endgültiges Aus für Thomas Cook +++

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Das Ende von Thomas Cook in Deutschland ist nun endgültig besiegelt. Der insolvente Reiseveranstalter kündigt rund der Hälfte der 2.100 Mitarbeiter. Einige Teile des deutschen Unternehmens konnten noch verkauft werden. Karstadt hat sich fast alle Reisebüros gesichert.

Der türkische Reiseveranstalter Anex Tour hat wiederrum Öger Tours und Bucher Reisen erworben. Die Kartellbehörde und der Gläubigerausschusses von Thomas Cook muss allerdings noch beiden Käufen zustimmen.

+++ Update-Ende +++

Keine Reisen für 2020

Die Deutsche Thomas Cook hat im November 2019 Reisen für das kommende Jahr aus insolvenzrechtlichen Gründen abgesagt. Dies gilt auch für Buchungen, die teilweise oder vollständig bezahlt wurden. Bisher galt der Reisestopp "nur" bis Ende Dezember 2019 (siehe unten). Nun wurde er ausgeweitet, weil es noch kein Kaufangebot für den Konzern gebe. Hier der entsprechende Facebook-Post von "Thomas Cook Reisen":

Für 2020 haben wohl schon hunderttausende Kunden aus Deutschland Reisen über Thomas Cook gebucht. Dazu gehören unter anderem auch die folgenden Marken

  • Thomas Cook Signature
  • Thomas Cook Signature Finest Selection
  • Neckermann Reisen
  • Öger Tours
  • Bucher Reisen
  • Air Marin

Absage bis Ende 2019

Der deutsche Veranstalter Thomas Cook hat im Oktober 2019 sämtliche Reisen bis einschließlich Ende des Jahres ab. Dies gilt für zum Teil und voll bezahlte Reisen sowie für Pauschalreisen als auch für gebuchte Einzelleistungen wie Hotel-Zimmer bzw. Flug-Buchungen. Das Unternehmen handelt dabei eigener Aussage zufolge "aus insolvenzrechtlichen Gründen". Zuvor hatte Thomas Cook Deutschland "nur" Reisen bis Ende Oktober abgesagt. 

Eine mögliche Lösung: Chargeback per Kreditkarte

Was sollen die Verbraucher tun, welche ihren Urlaub über Thomas Cook gebucht haben und dieser noch bevorsteht? 

Pauschalreise vs. Flugreise

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Haben Sie eine Pauschalreise gebucht, greift (eigentlich) automatisch die Insolvenzversicherung. Kunden von Thomas Cook, die nur einen Flug gebucht haben, sind nicht darüber abgesichert – außer Sie haben sich extra darum gekümmert. 

Die Lösung heißt dann: Chargeback per Kreditkarte
Denn eigentlich steht den Kunden von Thomas Cook der Reisepreis zu, wenn Sie Ihren Urlaub nicht wahrnehmen können. Aber es könnte wie schon in der Vergangenheit sein, dass das Unternehmen nicht mehr genug Geld hat, um alle zukünftigen Reisenden auszuzahlen. 

Haben Sie als Kunde bereits eine Stornierungsbestätigung bekommen, dann findet die Reise auf keinen Fall statt. Haben Sie den Urlaub per Kreditkarte bezahlt, sollten Sie sich an Ihre Bank wenden, um einen Chargeback wegen nicht erbrachter Leistungen durchführen zu lassen. Die DKB hat zum Beispiel nach der Pleite von Airberlin offensiv mit diesem Service geworben. 

Hinweis: Wenden Sie sich am besten schnellstmöglich an Ihren Reiseveranstalter, um Informationen auf erster Hand zu erhalten. Auch Ihre Bank sollten Sie gleich kontaktieren, um das Geld eventuell zurückzufordern.

Dieses Thema wird die Reise- und Bankenbranche sowie natürlich die Urlauber wahrscheinlich noch eine Weile beschäftigen.

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Bildquellen:

Flugzeug von Thomas Cook: pixabay.com | Hans
News-Logo: pixabay.com - Pixaline
airberlin: airberlin

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