Libra: Visa & Mastercard steigen aus

News vom 06.12.2019

Bröckelt Facebooks Digitalwährung?

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Visa und Mastercard sollten sich wohl öffentlich zu Facebooks Digitalwährung Libra bekennen. Die beiden Kreditkarten-Konzerne sollen diese Bitte aber abgelehnt haben.

Im Oktober 2019 sind Visa und Mastercard sind nicht mehr Teil von Facebooks Digitalwährung Libra. Nach ersten Zweifeln haben sich die beiden Karten-Experten aus dem Projekt zurückgezogen. 

Damit folgen sie auch den zwei Online-Bezahldiensten PayPal und Stripe. Ein zentraler Grund dafür soll der politische Widerstand aus den USA und Europa sein, so Medienberichte.

+++ UPDATE (12/2019): EU will Libra vorerst verbieten +++

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Die EU-Finanzminister wollen Digitalwährungen wie Libra vorerst blockieren. Sie haben in Brüssel beschlossen, dass vor einer Erlaubnis erst einmal jegliche Risiken abgeklärt werden müssen. Damit ist der kurzfristige Start von Digitalwährungen unmöglich. Nichtsdestotrotz sollen grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der EU günstiger werden. Ende November hat der Handelsverband Deutschland (HDE) die Einführung eines digitalen Euros gefordert.

+++ Update-Ende +++

Zuspruch und Kritik

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Libra hatte schon seit den ersten Gerüchten viel Zuspruch und gleichzeitig auch einige Kritik abbekommen. Inzwischen befürchten aber viele Politiker aus den USA als auch aus Europa Probleme bei der Stabilität der Geldmärkte sowie einen potenziellen Eingriff in die Hoheit von Notenbanken.

Facebook sieht diesen Punkt als Libra-Initatorin natürlich vollkommen anders. Denn sie soll mit stabilen Währungen und Staatsanleihen abgesichert werden. Zu den 28 Gründungsmitgliedern der Libra Association mit Hauptsitz in Genf zählen neben Visa, Mastercard, PayPal, Stripe auch die folgenden Unternehmen (Auswahl):

  • Spotify
  • Vodafone
  • Lyft
  • Uber
  • Coinbase
  • Kiva
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