Libra: Visa & Mastercard steigen aus

News vom 26.01.2020

Bröckelt Facebooks Digitalwährung?

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Visa und Mastercard sollten 2019 wohl öffentlich zu Facebooks Digitalwährung Libra bekennen. Die beiden Kreditkarten-Konzerne sollen diese Bitte aber abgelehnt haben.

Seit Oktober 2019 sind Visa und Mastercard sind nicht mehr Teil von Facebooks Digitalwährungs-Projekt Libra. Nach ersten Zweifeln haben sich die beiden Karten-Experten inzwischen aus dem Projekt zurückgezogen. 

Damit folgen sie auch den zwei Online-Bezahldiensten PayPal und Stripe. Ein zentraler Grund dafür soll der politische Widerstand aus den USA und Europa sein, so Medienberichte.

Im Dezember 2019 ist dann sogar bekannt geworden, dass die EU-Finanzminister Digitalwährungen wie Libra blockieren. Sie haben in Brüssel beschlossen, dass vor einer Erlaubnis erst einmal jegliche Risiken abgeklärt werden müssen. Damit war der kurzfristige Start von Digitalwährungen unmöglich. Nichtsdestotrotz sollen grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der EU günstiger werden. Ende November 2019 hat der Handelsverband Deutschland (HDE) die Einführung eines digitalen Euros gefordert.

+++ UPDATE (01/2020): Nach Visa & Mastercard: Vodafone-Exit bei Libra +++

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Nach Visa, Mastercard, PayPal und anderen namenhaften Partnern ist nun auch Vodafone als ein weiteres Gründungsmitglied aus dem Digitalwährungs-Projekt Libra ausgestiegen. Das britische Telekommunikationsunternehmen will sich lieber auf das eigene Geldüberweisungssystem M-Pesa konzentrieren. Diese Lösung kommt vor allem in Afrika zum Einsatz.

Die Digitalwährung Libra sei missglückt, so der Schweizer Finanzminister Ueli Maurer im Dezember 2019. Demnach stehen die Nationalbanken dem Projekt ablehnend gegenüber. "Damit ist das Projekt in dieser Form eigentlich gescheitert", so Maurer.

+++ Update-Ende +++

Zuspruch und Kritik

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Libra hatte schon seit den ersten Gerüchten viel Zuspruch und gleichzeitig auch einige Kritik abbekommen. Inzwischen befürchteten aber viele Politiker aus den USA als auch aus Europa Probleme bei der Stabilität der Geldmärkte sowie einen potenziellen Eingriff in die Hoheit von Notenbanken.

Facebook sieht diesen Punkt als Libra-Initatorin natürlich vollkommen anders. Denn sie soll mit stabilen Währungen und Staatsanleihen abgesichert werden. Zu den 28 Gründungsmitgliedern der Libra Association mit Hauptsitz in Genf zählten neben Visa, Mastercard, PayPal, Stripe auch die folgenden Unternehmen (Auswahl):

  • Spotify
  • Vodafone
  • Lyft
  • Uber
  • Coinbase
  • Kiva
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