European Payments Initiative (EPI) für 2022 geplant

News vom 13.07.2021

Europäische Bezahlinitiative soll 2022 starten

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Die European Payments Initiative (kurz EPI) ist ein Zusammenschluss von 31 Banken und zwei Drittanbietern aus sieben europäischen Ländern. Diese Gruppe möchte bis 2022 ein europaweites und einheitliches Zahlungsnetz bzw. -system aufbauen. Verbraucher in der EU sollen damit grenzüberschreitend per Smartphone, Browser oder Karte bezahlen können. Dies soll unter den Nutzern, in Online-Shops sowie in stationären Läden ermöglicht werden – auch in Echtzeit per Instant Payment. Die Europäische Zahlungsinitiative will neben dem Euro auch andere Währungen abdecken (Stand: 05/2021).

Insgesamt soll eine Alternative zum Oligopol von Visa, Mastercard, Amex und PayPal aufgebaut werden. Denn aktuell werden rund 80 Prozent der Transaktionen in Europa von Mastercard und Visa abgewickelt, so EuroCommerce, eine Lobbygruppe europäischer Einzelhändler. Hinzu kommen noch asiatische Lösungen wie Alipay, WeChat Pay oder Samsung Pay (Stand: 05/2021).

Zu den Banken der EPI gehören unter anderem:

  • Commerzbank
  • Deutsche Bank
  • ING Deutschland
  • Santander
  • Sparkasse

EPI benötigt 4,2 Mrd € (Stand: 07/2021)

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Europas Banken benötigen für den Aufbau eines gemeinsamen europäischen Zahlungssystems im Rahmen der "European Payments Initiative" (EPI) wohl 4,2 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren (Stand: 07/2021). Laut "Handelsblatt" soll die Entscheidung darüber im September 2021 fallen. Die erste Anwendung könnte wohl im zweiten Halbjahr 2022 verfügbar sein.

Die 31 europäischen Banken und zwei Zahlungsfirmen wollen mit der EPI unabhängiger von US-amerikanischen Zahlungsfirmen wie Visa, Mastercard und Paypal werden. Das geht auch aus dem neuen Buch "Digitale Ökosysteme: Strategien, KI, Plattformen" von Marcus Mosen, Dieter Knörrer, Jürgen Moormann und Dietmar Schmidt hervor.

Horst Rüter vom EHI Retail Institute sagte in einem Handelsjournal-Interview zur "European Payments Initiative" (Stand: 07/2021):

"Ziel der Initiative ist es, eine neue, auf Instant Payment beruhende Lösung aufzubauen. Ich würde mir einen europäischen Payment-­Champion wünschen, doch angesichts der enormen Marktmacht der Amerikaner muss man schon guten Glaubens sein."

Hintergründe zur EPI

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Im Mai 2021 sollen rund 40 Angestellte in Brüssel für die EPI gearbeitet haben. Sie sollen bis September 2021 einen Entwurf für den europaweiten Zahlungsdienst erstellen. Im Folgejahr könnten sich Verbraucher darüber bereits Geld in Echtzeit zuschicken können. Außerdem soll es eine EPI-Karte geben und die Händler sollen eingebunden werden, so der Plan (Stand: 05/2021).

Die Initiative hat ein Budget von rund 30 Millionen Euro. Das hat Joachim Schmalzl gegenüber der "FT" bestätigt. Er ist immerhin der Vorsitzende der EPI und seit März 2016 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Nach dem Sommer 2021 entscheiden die beteiligten Banken, ob sie die European Payments Initiative weiter vorantreiben. Sollte dies der Fall sein, so würde das Projekt wohl "mehrere Milliarden benötigen", so Schmalzl.

Bisher gibt es in vielen Ländern Europas von eigene Zahlungslösungen. Dazu gehören unter anderem:

  • Girocard in Deutschland
  • Carte Bancaire in Frankreich
  • iDEAL in den Niederlanden
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Bildquellen:

EPI: epicompany.eu
Deutschland-Kreditkarte Classic: bezahlen.de

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