Dank Corona: Karte statt Cash?

News vom 11.04.2021

Bundesbank-Studie zum Zahlungsverhalten 

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Das Jahr 2020 hat in der Welt der Verbraucher so einiges verändert. Das gilt selbstverständlich auch mit Blick auf das Thema Bezahlen. Denn durch die Corona-Pandemie sind Themen wie Hygiene oder Geschwindigkeit an der Ladenkasse deutlich wichtiger geworden.

Wie stark der Effekt dieser Veränderungen im Alltag sind, zeigt auch das Ergebnis einer Studie der Bundesbank. Diese hat das Zahlungsverhalten der Deutschen im Jahr 2020 unter die Lupe genommen und kommt auf einige interessante Ergebnisse.

Bargeld an der Ladenkasse?

Blickt man nur auf die Zahl der Transaktionen, dominiert noch das Bargeld als Zahlungsmittel. 61 Prozent aller Zahlungen werden stationär mit Scheinen und Münzen durchgeführt. Danach folgt die girocard mit einem Anteil von 30 Prozent.

Zahlungsmittel Ladenkasse 2020

Alle anderen Zahlungsmittel spielen kaum eine Rolle, wobei Karten aus dem Kreditkartenvergleich (6 Prozent) noch am besten abschneiden. Gerade Letztere haben im vergangenen Jahr einen großen Sprung gemacht und holen gegenüber anderen Zahlungsmitteln auf. Das Bargeld verliert zudem weiter an Marktanteil, wenngleich es bei der Zahl der Transaktionen immer noch die dominierende Rolle spielt.

Karten bei größeren Transaktionen

Auffällig ist allerdings auch, dass sich ein großer Unterschied zwischen der Gesamtzahl an Transaktionen und der Höhe dieser ergeben. Blickt man auf das Transaktionsvolumen, ist das Bargeld in Deutschland auch im Einzelhandel nicht mehr das wichtigste Zahlungsmittel. Überholt wurden Scheinen und Münzen hier von der Girokarte.

Die beiden Zahlungsmittel (Girokarte 48 Prozent / Bargeld 38 Prozent) dominieren dabei den Markt an den Ladenkassen. Die Kreditkarte (7 Prozent) spielt hier aber ebenfalls eine wichtigere Rolle als bei der Zahl der Transaktionen. Klar wird entsprechend: Je höher die Transaktion, desto öfter zücken die Deutschen statt dem Bargeld eine Karte. Bei kleineren Beträgen kommen dagegen meist Scheine und Münzen zum Einsatz – der Corona-Pandemie zum Trotz.

Mobile Payment noch Nische

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Während die Kreditkarte und auch die girocard an Bedeutung gewinnen – insbesondere wegen der Kontaktlos-Funktion – spielt Mobile Payment wie Apple Pay und Google Pay trotz eines Anstiegs im vergangenen Jahr kaum eine entscheidende Rolle. Obwohl viele bekannte Kreditkarten wie die Deutschland-Kreditkarte Classic oder die DKB Kreditkarte mit dem Smartphone verknüpft werden können, gaben nur 13 Prozent der Smartphone-Inhaber in der Studie der Bundesbank an, schon einmal mobil bezahlt zu haben. Besonders groß ist die Zurückhaltung dabei bei den Frauen (9 Prozent), die Männer zeigen sich etwas offener (18 Prozent).

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Bildquellen:

Titelbild: picjumbo.com | Viktor Hanacek; bezahlen.de

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