Apple-Kreditkarte startet im Sommer

News vom 13.06.2019

Apple Card dank Mastercard

Apple will seine eigene Kreditkarte ab diesem Sommer anbieten - allerdings vorerst nur in den USA. Dafür kooperiert der iPhone-Hersteller mit Mastercard und Goldman Sachs. Wann und ob es die Apple Card auch in Deutschland geben wird, ist noch offen. Richard Gnodde, CEO von Goldman Sachs International, sagte dazu nur, dass bei der Apple Card auch über die internationale Expansion nachgedacht wird.

+++ UPDATE (6/2019): Andere Banken lehnten Apple-Kreditkarte ab +++

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Apple arbeitet für die eigene Kreditkarte nicht nur Mastercard, sondern auch mit Goldman Sachs zusammen. Andere Banken haben in der Vergangenheit eine Kooperation in Sachen Apple Card abgelehnt. Dazu sollen laut Medienberichten unter anderem Citigroup und JPMorgan gehören. Demnach sollen sie an der Profitabilität der Apple-Kreditkarte gezweifelt haben.

Goldman Sachs verteidigt die Zusammenarbeit derweil. Laut der Bank testen einige Mitarbeiter inklusive des eigenen Geschäftsführers David Solomon die Apple Card. Die Probanden seien von der neuen Kreditkarte begeistert. Die Karte soll diesen Sommer offiziell in den USA verfügbar sein.

+++ Update-Ende +++

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Laut Mastercard soll das Apple Card-System auch anderen angeboten werden. Damit sind weitere Kreditkarten ohne CVC-Nummer möglich. Eine 1:1-Kopie der Apple Card soll es jedoch nicht werden. Mastercard zufolge ist Ende 2019 mit entsprechenden weiteren Angeboten zu rechnen. Die Namen der Banken sind noch nicht bekannt. Es bleibt also spannend.

Übrigens: Apples Kreditkarte soll wohl nicht NFC-fähig sein. Für das kontaktlose Bezahlen soll das iPhone genutzt werden. 

Design

Neben der virtuellen Karte sollen Kunden auch eine echte Kreditkarte aus Titan bekommen. Bei Letzterer soll auf der Vorderseite nur das Konzern-Logo, der Name des Inhabers und der Chip zu sehen sein (siehe Twitter-Bild). Das Ablaufdatum und die Kreditkarten-Nummer sowie der dreistellige Sicherheitscode (CVC bzw. CVV genannt) sollen ausschließlich über das iPhone abrufbar sein. Auf der Rückseite sollen sich neben dem Magnetstreifen noch die Logos von Mastercard und Goldman Sachs befinden. Das Feld für die Unterschrift soll gleich ganz entfallen.

Auf der virtuellen Karte in der Wallet des iPhones befinden sich nur das Apple- sowie das Mastercard-Logo. Andere Symbole oder Namen sind wohl nicht zu sehen. Mit der Apple Card können US-Nutzer dann natürlich auch per Apple Pay bezahlen.

Hintergründe

Apple will anscheinend möglichst viele Nutzer anlocken. iPhone-Inhaber können die Karte mobil beantragen und sofort nach der Antragsprüfung die digitale Variante verwenden. Apple bietet die Kreditkarte in den USA zudem kostenlos an. Kunden müssen also keine Jahresgebühr bezahlen. Auch im Ausland sollen keinerlei Extra-Kosten anfallen.

Einen großen Nachteil gibt es allerdings: Denn der effektive Jahreszins (APR) soll je nach Bonität zwischen 13,24 und 24,24 Prozent liegen. In den USA sind dabei zwar Werte von bis zu 40 Prozent keine Seltenheit. In Deutschland verlangen Banken in der Regel 10 bis 15 Prozent. 

Außerdem können US-Verbraucher vom Cashback-Programm "Daily Cash" profitieren. Sie erhalten täglich eine Gutschrift von 1 bis 3 Prozent auf ihre Einkäufe. Den Maximal-Cashback erhalten Sie in Verbindung mit Apple-Produkten und -Dienstleistungen. 2 Prozent gibt es für Käufe per Apple Pay und 1 Prozent beim Einsatz der echten Kreditkarte. Aber selbst dieses Cashback-Programm kann den Jahreszins nicht annähernd abfedern. Im Vergleich lohnt sich zumindest in Deutschland dann wahrscheinlich doch eher eine kostenlose Kreditkarte

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Bildquellen:

Mann mit iPhone: pixabay.com | mohamed_hassan

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