Wo und wie kann ich Mobile Payment nutzen?

Sie haben keine Ahnung von Mobile Payment? Wir geben Ihnen einen ersten Überblick, wo und wie Sie mobil per Smartphone bezahlen können. +++ UPDATE (05/2021): Lidl Pay ist bundesweit verfügbar +++

Onlinekonto auf Bezahlen.de
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Mobile Payment – ein Überblick

Wird Mobile Payment als Zahlungsweise offiziell beworben?

nfc-kontaktlos-bezahlen

Das Thema Mobile Payment nimmt in Deutschland hat nach der Einführung von Google Pay, Apple Pay, Samsung Pay und Co Fahrt aufgenommen. Aber auch Lösungen aus Deutschland sind seit 2018 verfügbar, zum Beispiel die App "Mobiles Bezahlen" von den Sparkassen sowie den Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Inzwischen haben genau diese zwei großen Finanz-Verbände aus Deutschland mit Apple um eine Zusammenarbeit beim Thema Mobile Payment verhandelt. Die Sparkassen haben bereits eine Rolle rückwärts hingelegt. Denn eigentlich wollten sie nicht auf Apple Pay, sondern nur auf ihre eigene Lösung setzen. 

Sparkasse für Apple Pay mit neuen AGBs

Die Sparkassen unterstützen Apple Pay seit Dezember 2019. Die Institute haben dafür auch neue Geschäftsbedingungen erlassen. Darin kommen unter anderem "biometrische Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung" vor. 

Das war eine der Aussagen der Sparkasse im Sommer 2019 bei Twitter zum Thema Apple Pay:

Mobil bezahlen in Deutschland

Generell können Verbraucher zwar noch nicht überall kontaktlos und mobil bezahlen. Aber die großen Ketten und Händler in Deutschland akzeptieren NFC-fähige Kreditkarten, Smartphones und Smartwatches in der Regel. In diesem Ratgebertext wollen wir Ihnen einen ersten Überblick geben, wo und wie Sie Mobile Payment nutzen können und wo Ihnen die Zahlungsweise noch nicht zur Verfügung steht.

In der Regel können Sie sofort sehen, ob Sie mobil bezahlen können. Denn bei den meisten Händlern finden Sie bereits am Eingang oder an der Kasse Logos der Kreditkarten-Gesellschaften – teilweise sogar mit Hinweis auf kontaktloses Bezahlen per NFC. Sollten Sie dies nicht vorfinden, können Sie nachfragen, ob Mobile Payment möglich ist. Deutsche Händler bewerben das kontaktlose Bezahlen nicht immer extra. Es gibt aber Ausnahmen, wie hier Aldi bereits im Jahr 2015:

Gibt es bestimmte Akzeptanz-Hinweise?

Mobile Payment ist bei vielen Händlern verfügbar, wenn diese NFC-fähige Kreditkarten akzeptieren. Denn diese kontaktlose Bezahl-Variante hat sich am weitesten verbreitet. Das folgende Video erklärt Near Field Communication (NFC) in knapp 1:30 Min (Englisch):

Das Scannen von QR-Codes hat sich dagegen (noch?) nicht flächendeckend durchgesetzt, obwohl Payback Pay, Lidl Pay und Bluecode gegen diesen Trend ankämpfen (Stand: 11/2020).

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Die Akzeptanz von Kreditkarten erkennen Sie meist an den Symbolen von Visa, Mastercard oder American Express (Amex). Ob ein Händler eine Zahlung per NFC-Technologie annimmt, finden Sie im Zweifel sogar erst am Lesegerät heraus. Neben den Logos der Kreditkarten-Gesellschaften gibt es noch das NFC-Symbol (siehe Bild rechts). Dieses sieht wellenartig und ähnlich wie das Wlan-Icon aus. Wollen Sie mobil per Smartphone oder kontaktlos per Kreditkarte bezahlen, achten Sie am besten auf die vier unterschiedlich großen Halbkreise.

Mobile Payment-Allianz setzt auf QR-Code

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Im Juni 2019 haben sich sechs Mobile Payment-Anbieter zusammengeschlossen. Die "Mobile Wallet Collaboration" besteht aus Alipay (China) und den folgenden Unternehmen: 

  1. Bluecode (Deutschland, Österreich)
  2. ePassi (Finnland)
  3. MOMO Pocket (Spanien)
  4. Pagaqui (Portugal)
  5. Pivo (Finnland)
  6. Vipps (Norwegen)

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Diese Anbieter wollten das länderübergreifende Bezahlen ermöglichen. Sie kamen zusammen auf "nur" mehr als 5 Millionen Nutzer. Weitere Partner sollten aber noch folgen. Diese Allianz will sich unter anderem gegen Google Pay und Apple Pay stellen. Für dieses Ziel muss sie ihre Reichweite jedoch extrem steigern. 2020 und 2021 war jedoch nichts Neues davon zu hören.

Gibt es Branchen, in denen Mobile Payment überall funktioniert?

Mobile Payment spielt im Alltag der Verbraucher und des Handels in Deutschland trotz des Hypes nur eine kleine Rolle. Kontaktlose Zahlungen per NFC werden wie oben beschrieben vor allem von großen Ketten und weit verbreiteten Unternehmen akzeptiert. Dazu gehören viele bekannte Lebensmittel-Händler, Drogerie-Märkte, Restaurants, Mode-Händler und Tankstellen (siehe Bild). Bei kleinen und kettenfremden Tankstellen ist die Akzeptanz dagegen möglicherweise eingeschränkt. Wenn Sie also unbedingt mobil bzw. kontaktlos bezahlen wollen, sollten Sie sich nach einer der großen Tankstellenkette umsehen. Zweifelsfrei möglich ist eine solche Zahlung bei den folgenden Tankstellenketten (Auswahl unvollständig):tankstellen-mobile-payment

Auch bei Supermärkten haben Sie gute Chancen, wenn Sie sich an die großen Ketten halten. Besonders bei Händlern wie Rewe sowie Kaufland, aber auch bei Discountern wie Aldi, Netto und Lidl können Sie überall in Deutschland mobil und kontaktlos bezahlen. Anders sieht es zum Beispiel bei Edeka aus. Die Filialen werden in der Regel von unabhängigen Gesellschaftern geführt. Diese können meist selbst über die Akzeptanz von Zahlungsmittel entscheiden. Sie können bei Edeka also nicht immer per NFC bezahlen. Gute Chancen, die neue Technologie zu nutzen, haben Sie allerdings bei den folgenden Supermärkten:

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Welche anderen Händler bieten Mobile Payment an?

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Wenn Sie sich in Deutschland auf die Suche nach weiteren Anbietern machen, bleibt meist das Motto: groß sollte das Unternehmen in der Regel sein. Denn viele deutschlandweit oder sogar weltweit agierenden Ketten akzeptieren Mobile Payment. Diese bieten im Vergleich zu den meisten kleinen Einzelhändlern eine vereinheitlichte Technologie, die in den Filialen gilt.

Bei den Fastfood-Ketten akzeptieren beispielsweise McDonald’s und Burger King auch die Zahlung mit Mobilgeräten. Im Handel zeigen sich dagegen immer mehr die früher konservativen Händler wie Saturn oder Media Markt als Vorreiter im Bereich der mobilen Bezahlung.

Seit der Corona-Pandemie akzeptieren viele Unternehmen das kontaktlose und mobile Bezahlen per Karte, Smartwatch oder Smartphone. Dieser Bereich hat einen spürbaren Schub erhalten (Stand: 04/2021). 

Wo kommt Mobile Payment sonst noch zum Einsatz?

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Wenn Sie mobil per Smartphone bezahlen wollen, stehen Ihnen auch außerhalb des Handels noch einige Angebote offen. Konkret geht es dabei meist um geschlossene Systeme (Insellösungen). Sie können Mobile Payment mittlerweile in vielen Mensen oder auch in einigen Fußballstadien nutzen. Zu den Fußballvereinen, die mobiles und kontaktloses Bezahlen im gesamten Stadion akzeptieren, gehört zum Beispiel RB Leipzig (Stand: 04/2021).

Mobile Payment spielt aber in immer mehr Bereichen eine zunehmend wichtige Rolle. Sie sollten also spätestens in wenigen Jahren weit mehr Mensen, Stadien und bei allen wichtigen Events per NFC-fähiger Kreditkarte bezahlen können. Immerhin können die Unternehmen vor Ort dadurch mehr und schneller Umsatz generieren.

Möglich ist eine mobile Bezahlung teilweise auch im öffentlichen Nahverkehr (z.B. in London). Viele Verkehrsverbünde bieten Mobile Payment zumindest an Ticketautomaten an – oder sie haben gleich eine App dafür. Problematisch ist dabei allerdings, dass viele der Systeme deutschlandweit nicht kompatibel sind. Das bedeutet für Sie als Kunden meist einen erhöhten Aufwand, wenn Sie viel unterwegs sind. Sie können dann zum Beispiel nicht bei jedem Händler mit derselben Zahlungsweise bezahlen. Wenn Sie allerdings fünf verschiedene Lösungen benötigen, die Sie wiederum nicht überall nutzen können, sparen Sie am Ende keine Zeit mehr. Sie sollten sich daher lieber auf eine Lösung konzentrieren und nur bei daran teilnehmenden Händlern bezahlen. Ansonsten bringt Ihnen die mobile Zahlung nur wenig.

Was ist eigentlich Payback Pay?

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Payback Pay ist das 2016 in Deutschland eingeführte System der gleichnamigen American Express-Tochter. Der Bezahldienst funktioniert auf Lastschrift-Basis. Im Prinzip ist die Abwicklung recht einfach: Sie geben ein Lastschrift-Konto in Ihrer Payback-App an und verifizieren die Anmeldung mit einer PIN, die Ihnen in Form einer Abbuchung von einem Cent „übermittelt“ wird. Danach können Sie mit Payback Pay über einen QR-Code bzw. per NFC bezahlen.

Möglich ist die Lösung von Payback allerdings wieder nur bei ausgewählten Händlern. Die Akzeptanz von Payback Pay ist zum einen auf die einige Payback-Partner beschränkt (Stand: 04/2021; Auswahl):

  • dm
  • REWE
  • Alnatura
  • Penny

Mittelfristig sollen allerdings alle Payback-Händler die mobile Zahlungsweise akzeptieren. Ob das System auch auf andere Händler ausgeweitet wird, ist allerdings fraglich. Damit bleibt auch Payback Pay nur eine von vielen Lösungen, die Sie nur in einem begrenzten Rahmen einsetzen können.

Wie Payback Pay funktioniert, zeigt auch das folgende Video:

Welche MPayment-Lösungen kommen bei welchen Händlern zum Einsatz?

Generell gibt es im Bereich der MPayment-Lösungen derzeit nicht nur viele Anbieter, sondern auch drei komplett unterschiedlich funktionierende Systeme. Eben jene Systeme können Sie wiederum nur bei ausgewählten Händlern nutzen. Um eine Idee von den unterschiedlichen Technologien und den für Sie daraus folgenden Einschränkungen zu bekommen, wollen wir Ihnen die drei Systeme im Folgenden im Detail vorstellen.

Diese drei Mobile Payment-Systeme gibt es (siehe Bild):

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Was ist ein geschlossenes System?

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Geschlossene Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass sie meist nur bei einem einzigen Händler genutzt werden. Im Normalfall wird auch die Applikation im Rahmen eines geschlossenen Systems von dem Händler ausgegeben, bei dem Sie die App zur Zahlung nutzen können.

Für Sie als Kunden bringt ein solches geschlossenes System Vor- und Nachteile. Zum einen ist die Sicherheit dadurch erhöht, sodass ein möglicher Missbrauch begrenzt ist. Andererseits müssen Sie damit leben, dass Sie als Kunde nur einen sehr eingeschränkten Nutzen haben. Zudem müssen Sie möglicherweise zahlreiche Systeme nutzen, um zumindest bei Ihren Lieblingshändlern mobil bezahlen zu können.

Welche Händler nutzen geschlossene Systeme?

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Das geschlossene System, die sogenannte Silo- oder Insel-Lösung, kommt in Deutschland nur bei wenigen Händlern zum Einsatz. Ein Beispiel dafür ist der Discounter Netto, der bereits seit Längerem auf ein geschlossenes System setzt. Damit hat sich Netto auch zum Vorreiter im Bereich der geschlossenen Lösungen aufgeschwungen.

Durch den Download einer App und der Angabe einer Zahlungsweise können Sie bei Netto deutschlandweit bezahlen. Ähnliche Lösungen bieten auch einige andere Einzelhändler an. Auch Payback Pay ist gewissermaßen in den Bereich der geschlossenen Systeme einzuordnen. Payback Pay ist allerdings bei mehr Händlern nutzbar (siehe oben).

Beispiel: Lidl Pay
Lidl Pay bundesweit verfügbar

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Lidl Pay ist seit Ende April 2021 bundesweit verfügbar. Der Discounter hatte seinen Bezahldienst zuletzt in einigen deutschen Filialen getestet. Lidl-Kunden können jedoch keine Kreditkarte hinterlegen – so wie in Polen und Spanien zum Beispiel. Das Unternehmen greift für die Mobile Payment-Funktion in der eigenen App "Lidl Plus" per Lastschrift auf das Girokonto zurück.

Für Lidl Pay müssen sich Nutzer vorher mit Namen, Adresse, Geburtsdatum und IBAN anmelden. An der Kasse scannen sie ihr Smartphone mit der Lidl Plus-App. Dadurch können Kunden Coupons einlösen, per Lidl Pay bezahlen und erhalten einen digitalen Kassenbon. Der Discounter bietet zudem noch personalisierte Inhalte auf Basis der vergangenen Einkäufe an, zum Beispiel wechselnde Produktempfehlungen.

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Seit Ende März 2021 hat Lidl seine mobile Bezahlfunktion in der eigenen App "Lidl Plus" in einigen deutschen Filialen getestet. Allerdings konnten Kunden damals schon nicht ihre Kreditkarte einsetzen, sondern nur per Lastschrift bezahlen.

"Die Bezahlfunktion wird eine der nächsten Erweiterungen für die deutsche App sein", sagte Lidl-Digital-Geschäftsführer Dominik Eberhard Mitte November 2020 gegenüber der WirtschaftsWoche. In Polen und Spanien ermöglichte damals bereits die Lidl Plus-App bereits das mobile Bezahlen über eine hinterlegte Kreditkarte.

QR-Code statt NFC

Nutzer der Lidl Plus-App können ihr Smartphone an der Kasse scannen und so digitale Coupons einlösen sowie einen ebenso digitalen Kassenzettel erhalten. Die Bezahlfunktion basiert ebenso auf dem QR-Code. Denn Lidl kann nicht auf die NFC-Schnittstelle beim iPhone zugreifen.

Andere mobile Bezahldienste wie Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay nutzen die NFC-Funktion. User müssen ihr Smartphone oder Smartwatch dabei nur nah an das Terminal halten, um zu bezahlen. Heutzutage sind in der Regel alle aktuellen Geräte NFC-fähig.

Lidl Plus

Lidl hatte die eigene App Lidl Plus für iOS- und Android-Smartphones Mitte September 2020 in Deutschland eingeführt. Sie bietet unter anderem folgende Funktionen (Stand: 05/2021):

  • jede Woche Extra-Rabatte
  • Rubbellose nach jedem Einkauf
  • Kassenbons
  • Prospekte
  • Aktions-Benachrichtigungen
  • Bezahlen mit Lidl Pay

Das folgende Video erklärt die Vorteile der Lidl Plus-App in 47 Sekunden:

App "Lidl Plus"

Einige Medien hatten am 10. August 2020 bereits von einem offiziellen Start der Lidl Plus-App in ganz Deutschland berichtet. Dies dementierte der Discounter jedoch. Allerdings konnten Lidl-Kunden die App offenbar nicht mehr nur in Berlin und Brandenburg einsetzen.

Neue Nutzer von Lidl Plus sollen bei einem Einkauf über 25 Euro einen Gutschein von 5 Euro erhalten. Dieser gilt jedoch maximal 14 Tage nach der Registrierung in der App. 

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Lidl bietet bereits in rund neun Ländern Europas den eigenen mobilen Bezahldienst "Lidl Pay" an. Kunden müssen dafür die App "Lidl Plus" herunterladen, sich anmelden, ihre Kreditkarte von Visa oder Mastercard hinterlegen und an der Kasse per Scan eines QR-Codes bezahlen. 

Der Lebensmittel-Discounter greift damit Apple Pay und Google Pay an. Aber auch andere Händler ermöglichen das Bezahlen per App, zum Beispiel Edeka und Netto Marken-Discount (siehe oben).

So war der Status Quo bei Lidl Pay in einzelnen europäischen Ländern Ende 2020 (Stand: 11/2020):

  • In Spanien ist "Lidl Pay" bereits seit 2019 flächendeckend in allen Filialen verfügbar. Innerhalb von gerade einmal drei Wochen sollen 12.000 Kunden die notwendige App für 79.000 Transaktionen verwendet haben.
  • In Polen testete Lidl seinen mobilen Bezahldienst seit Anfang 2020 in rund 200 Filialen. Das Pilotprojekt sollte mehrere Monate andauern. Lidl Pay steht nach dem erfolgreichen Test nun landesweit zur Verfügung. 
  • In ganz Deutschland können Kunden die App "Lidl Plus" seit Mitte September 2020 nutzen. Eine Bezahlfunktion ist aktuell noch nicht verfügbar. Wann die Bezahlfunktion genau in Deutschland startet, ist nicht bekannt. 
  • Auch in Österreich ist Lidl Plus verfügbar. Dort gibt es mehr als 800.000 registrierte Kunden seit dem Start der App 2018. 
  • Lidl Plus ist auch noch in Dänemark, den Niederlanden und in den USA nutzbar.

Laut Lidl hatte die Lidl Plus-App bereits im Dezember 2019 insgesamt mehr als 4 Millionen Nutzer. Allein in Spanien waren es 2 Millionen User. 

Wie funktionieren offene Systeme?

Anders funktioniert das sogenannte offene System. Sie haben sicherlich schon von sogenannten Wallet-Lösungen gehört. Diese „elektronische Brieftasche“ ist der zentrale Bestandteil eines offenen Systems. Dabei stellt ein Wallet-Anbieter diese nicht nur allen Kunden zur Verfügung, sondern bietet die Plattform quasi allen Händlern an. Konkret bedeutet das für Sie, dass Sie die Wallet im besten Fall bei einer Vielzahl an Händlern nutzen können.

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Sie dürfen sich über eine höhere Nutzerfreundlichkeit freuen, da Sie nur einmal Ihre Zahlungsdaten eingeben müssen und im besten Fall immer mit derselben App bezahlen können. Das offene System spielt zwar eine wichtige Rolle. Doch weltweit bekannte Anbieter wie Google Pay und Apple Pay haben ihre Lösungen erst im Jahr 2018 nach Deutschland gebracht. Samsung Pay ist hierzulande seit Oktober 2020 verfügbar (Stand: 04/2021).

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Ebenso 2018 haben die Sparkasse sowie die Volksbanken und Raiffeisenbanken ihre Mobile Payment-Lösung "Mobiles Bezahlen" als App gestartet. Wie bei den anderen Anbietern, müssen Sie aber auch hier die Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen Kunde eines teilnehmenden Instituts sein. Außerdem benötigen Sie ein NFC-fähiges Android-Smartphone sowie die App "Mobiles Bezahlen". In dieser Wallet hinterlegen Sie Ihre Sparkassen-Card (Debitkarte = girocard = ehemals "EC-Karte") oder -Kreditkarte. Ähnlich wie bei anderen Diensten können Sie Beträge bis 25 Euro in der Regel ohne PIN bezahlen.

Wo kann ich eine Wallet-Lösung nutzen?

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Sie können eine Wallet-App im Gegensatz zum geschlossenen System nicht nur bei einem oder ausgewählten Händlern nutzen. Vielmehr steht Ihnen zumindest in der Theorie die Nutzung bei vielen Händlern offen.

Die Praxis sieht allerdings noch ein wenig anders aus. Denn nicht jede Wallet kann bei allen Händlern genutzt werden. Generell können Sie allerdings mit den meisten elektronischen Geldbörsen auch bei einer Vielzahl der Anbieter von mobilen Zahlungslösungen bezahlen. Informationen über die Händler, bei denen Sie Ihre Wallet nutzen können, erhalten Sie meist vom Anbieter der elektronischen Geldbörse selbst. Mittelfristig sollten Sie im Rahmen eines offenen Systems aber gut aufgestellt sein.

Wann können Sie bei mehr Händlern mobil bezahlen?

Sie wollen Mobile Payment in Zukunft verstärkt nutzen? Dann setzen Sie genau zur richtigen Zeit darauf. Denn Google Pay und Apple Pay haben dem Thema einen gehörigen Schub verpasst. Derzeit kann von einem Durchbruch zwar noch keine Rede sein. Vielmehr wird es in Deutschland noch etwas dauern, bis Sie bei allen Händler in Deutschland mobil und kontaktlos bezahlen können.

Gute Chancen haben Sie generell bei großen Supermarkt- und Tankstellen-Ketten. Bei kleineren oder kettenunabhängigen Händlern haben Sie dagegen eher geringe Chancen. Bis Ende des Jahres 2018 sollten aber ca. 80 Prozent der Kassenterminals im deutschen Handel kontaktlose Transaktionen akzeptieren, so der Handelsverband Deutschland (HDE). Bis 2020 sollten kontaktlose Zahlungen per NFC sogar an allen Terminals im deutschen Handel möglich sein.

Bildquellen:

kontaktlos per NFC bezahlen: pixabay.com - kalhh
Alipay: Alipay
Bluecode: Bluecode
Aufzählungen: bezahlen.de
Aldi-Kasse: unternehmen.aldi-sued.de
Karte im Fußballstadion: EURO KARTENSYSTEME GMBH
Payback Pay: payback.net
Smartphone in Händen: Creativecommonsstockphotos | Dreamstime Stock Photos
Netto: edeka-verbund.de
Lidl-Logo: pixabay.com | 127071
Lild Plus: lidl.de
Apple Pay: Apple
Mobiles Bezahlen der Sparkasse: dsgv.de
Google Pay: Google

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