Zollaufgeld

Als Zollaufgeld (teilweise auch Zollaufschlag bezeichnet oder Zoll-Aufschlag geschrieben) bezeichnet man die Zuschläge auf die normalerweise geltenden Zollsätze vor Allem in einem Land mit einer aktuell herrschenden Hochinflation (= sehr rasche Geldentwertung).

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Durch ein solches Zollaufgeld wird die vorherrschende Geldentwertung berücksichtigt. Es errechnet sich in der regel aus den Devisenkursen des Vormonats bzw. der Vorwoche.

Mit Hilfe der Erhöhung des tariflisch ausgewiesenen Zollsatzes sollen unerwünschte Warenimporte und -exporte minimiert und zurückgedrängt werden. Dabei wird üblicherweise auf bestimmte Tarifpositionen abgezielt und definierte warengruppen erhöht verzollt. Zudem nutzen manche Länder ein Zollaufgeld auch als sogenannten Kampfzoll, d.h. sie möchten mit Hilfe des Zuschlages andere Handelspartner schädigen und gleichzeitig vom Markt zurückdrängen.

 
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