Zinsreagibilität

Die Zinsreagibilität ist ein ökonomisches Maß, das angibt, wie stark die Wirtschaftssubjekte einer Volkswirtschaft bzw. der gesamtwirtschaftliche Markt auf Änderungen der Zinssätze (Realzinssätze bzw. Leitzinsen) reagieren.

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Die Zinsreagibilität beziffert also das Ausmaß aller wirtschaftlichen Entscheidungen einer Volkswirtschaft in Folge einer Veränderung der Zinssätze. Daher ist das Maß auch von äußerst großer Bedeutung im Rahmen der Zentralbankpolitik. Ist die Reagibilität beispielsweise verhältnismäßig niedrig, dann wird es für die Zentralbank eher schwierig, durch Veränderungen der Leitzinsen in das Marktgeschehen einzugreifen. Die Zinssatzänderungen werden von den Marktteilnehmern nicht beachtet. Nehmen die Investition der Unternehmen dadurch ab, kommt es auch zum Rückgang im Bereich des Wirtschaftswachstums sowie der Beschäftigung im Lande.

Unter Anderem ist die Sensitivitätskennzahl der Duration als durchschnittliche Laufzeit aller Zahlungsströme aus einer Anleihe ((oder auch: durchschnittliche Kapitalbindungsdauer einer Kapitalanlage in einem festverzinslichen Wertpapier) ein wichtiger Bestimmungsfaktor für die Zinsreagibilität einer Schuldverschreibung.

 
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