Zinskanal

Unter dem Zinskanal versteht man einen Übertragungsmechanismus geldpolitischer Impulse auf eine Volkswirtschaft. Genauer gesagt beschreibt man damit die Auswirkungen geldpolitischer Maßnahmen hinsichtlich einer Veränderung der Notenbankzinsen auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage (Investition und Konsum).

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So hat beispielsweise ein erhöhter Leitzins Einfluss auf die Ertrags- Risikostruktur von Vermögensanlagen sowohl der Banken als auch der Nicht-Banken (private Haushalte etc.). In der Regel wächst die Attraktivität kurzfristiger Anlageformen und sinkt das Interesse an langfristigen Wertpapieranlagen, sodass diese gehäuft vor Allem durch die Geschäftsbanken verkauft werden. Dadurch wird ein neues Ertrags-Risiko-Gleichgewicht geschaffen. Üblicherweise folgt ein Kursrückgang der Wertpapieranlagen am Kapitalmarkt, wodurch wiederum die Rendite dieser Papiere steigt. Das Interesse der Nichtbanken an längerfristigen Anlagen steigt demzufolge.

Eine weitere Folge einer Zinserhöhung der Notenbankzinsen ist der Nachfragerückgang nach Sachkapital (z.B. Eigentumswohnungen etc.) und langlebigen Konsumgütern (z.B. Möbel, Autos etc.) sowie nach ausländischen Anlagen, da die inländischen Banken die Zinserhöhung in aller Regel an ihre Kunden weitergeben. Zudem ist das Interesse an renditestarken Finanzanlagen (Wertpapiere) höher als beispielsweise in Sachkapital oder Ähnlichem.

Auch die Unternehmen investieren ihr Kapital eher in Finanzanlagen mit steigenden Zinsen als in Sachkapital. Die Investitionsgüternachfrage wird also gedämpft.

Schlussfolgernd kann man also sagen, dass die Erhöhung der Zinsen eine allgemeine dämpfende Wirkung auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage hat.

 
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