Zahlungsbilanzkrise

Die Zahlungsbilanzkrise gehört zu den durch gesamtwirtschaftliche (makroökonomische) Politik induzierten Finanzmarktkrisen einer Volkswirtschaft und kommt im Zusammenhang einer Überfinanzierung des Lebensstandards eines Landes durch starke Kapitalzuflüsse aus dem Ausland vor.

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Demnach meint eine Zahlungsbilanzkrise den drastischen Abzug von Geldern ausländischer Investoren und Kapitalgebern aus dem Inland. Es kommt also zu einem starken Verlust von Devisenreserven eines Landes. Dies kann aus verschiedenen Gründen erfolgen.

Beispiele:
- politische oder devisenrechtliche Beschränkungen
- zu teure Investitionen (hohe Gebühren, Zuschläge etc.)
- zu niedrige Zinsen im Inland
- steuerliche Einschränkungen
- Wechselkursveränderungen
- sinkende Nachfrage der Inländer nach ausländischen Kapital
etc.

Die direkte Folge einer Zahlungsbilanzkrise ist üblicherweise eine Währungskrise im Inland, d.h. die eigene Währung wird plötzlich stark abgewertet.

Um rechnerisch ermitteln zu können, wann eine Zahlungsbilanzkrise vorliegt, wurde ein gewichteter Index entwickelt, der sich aus dem Verhältnis von Wechselkursveränderungen zu Änderungen der Devisenreserven ergibt. Sollte dieser Index um mehr als das Dreifache der Standardabweichung abweichen, spricht man von einer Zahlungsbilanzkrise.

 
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