Wechselkurse

Wechselkurse sind die Preise für ausländische Zahlungsmittel (Devisen). Sie geben das Austauschverhältnis zwischen zwei verschiedenen Währungen an und sind Grundlage für den Handel von Währungen an entsprechenden Devisenmärkten. Sie werden oftmals auch synonym als Devisenkurse bezeichnet.

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Voraussetzung für die Bildung von Wechselkursen ist das Vorhandensein von Angebot und Nachfrage. Zudem beeinflussen weitere Faktoren die Wechselkursentstehung. Hierzu gehören beispielsweise:

•    Lieferpünktlichkeiten
•    Service
•    Anpassungsfähigkeit auf veränderte Marktsituationen des jeweiligen Landes
u.s.w.

Bei den Wechselkursen unterscheidet man grundsätzlich die folgenden beiden Formen:

1. Nominale Wechselkurse (Relativpreis einer Währung)

= Preis der inländischen Währung in Einheiten der ausländischen Währung

Die Kursnotierung kann in Mengen- oder Preisnotierung erfolgen, wobei die erste Methode durch das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) als verbindlich erklärt wurde.

a) Mengennotierung

•    Inlandswährung = feste Bezugseinheit
•    Auslandswährung = variable Bezugseinheit

Beispiel:
1 EUR = 0,8750 USD, 0,8700 USD …

b) Preisnotierung
•    Inlandswährung = variable Bezugsgröße
•    Auslandswährung = feste Bezugsgröße

Beispiel:
1,1429 EUR, 1,1494 EUR … = 1 USD

2. Reale Wechselkurse (Relativpreis zwischen den Warenkörben der Währungsgebiete)

= Verhältnis des Preisniveaus des Inlandes zum Preisniveau des Auslandes

Charakteristisch für Wechselkurse ist, dass sie stetigen Veränderungen unterliegen und somit variabel sind, sofern kein System fester Wechselkurse vorherrscht. Die Veränderungen werden als Auf- und Abwertungen der Kurse bezeichnet. Die Aufwertung der einen Währung hat stets eine Abwertung einer anderen Währung zur Folge.

 
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