Warenterminbörse

Unter der Warenterminbörse (engl.: commodity exchange) versteht man eine Warenbörse, also eine Produktenbörse, an der Commodities (gewöhnliche Handelswaren und Rohstoffe) mit zeitlich verzögerter Erfüllung gehandelt werden. Der Vertragsabschluss sowie die Vertragserfüllung liegen also zeitlich auseinander und werden nicht sofort in Form eines Lokogeschäftes (Kassageschäft) ausgeführt.

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Hauptaugenmerk wird hier also auf terminierte Festgeschäfte (Futures) sowie Optionsgeschäfte, im gesamten also auf Derivate, gelegt. Gemäß Börsengesetz (BörsG) dürfen an einer Warenterminbörse unter Anderem die folgenden Termingeschäfte durchgeführt werden:

Termingeschäfte mit Bezug auf …
… Waren
… Frachtsätze
… Emissionsberechtigungen
… Klima- oder andere physikalische Variablen
… Inflationsraten
… andere volkswirtschaftliche Variablen
… sonstige Vermögenswerte
… Indices
… Messwerte als Basiswerte

unter den Voraussetzungen, dass ein barausgleich gewährleistete bzw. möglich ist, der Geschäftsabschluss selbst an einem organisiertem Markt oder in einem multilateralen Handelssystem vollzogen wird und keine Kassageschäfte vorliegen.

Die älteste und zugleich auch größte sowie umsatzstärkste ist die Warenterminbörse in Chicago, die Chicago Board of Trade, die im Jahre 1848 gebildet wurde. Dazu gibt es weitere wichtige Börsen in London, Paris und Amsterdam.

 
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