Warengeld

Als Warengeld (auch Naturalgeld oder Gebrauchsgeld genannt) bezeichnet man Geld, das neben einem Tauschwert auch einen eigenen Gebrauchswert besitzt. In der Entwicklung des Geldes stellt es die Urform dar und wurde vor Allem im Tauschhandel (Naturalwirtschaft) genutzt. Es war früher weit verbreitet und galt als das anerkannte Tauschmittel bei Handelsgeschäften.

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Eine spezielle Ausgestaltung des Warengeldes war das sogenannte Schmuckgeld. Es entwickelte sich aus der Notwendigkeit heraus, da zunehmend Arbeitsteilung vorzufinden war und dadurch auch der Handel wuchs.

Mit der Einführung des Warengeldes wurde der direkte Tausch „Ware gegen Ware“ in zwei voneinander unabhängige Vorgänge zerlegt (Kauf und Verkauf), wodurch wiederum der Grundstein für eine zukünftige Geldwirtschaft gelegt wurde. Die Probleme aus einem direkten tausch wurden dadurch weitgehend gemindert. Man musste zur Beschaffung eines bestimmten Gutes nicht über alle Ecke tauschen, um letztlich den gewünschten Erfolg zu haben. Man konnte mit dem Warengeld direkt zum Anbieter des gewünschten gutes gehen und diese quasi kaufen.

Beispiele für Warengeld:
Ring- und Schmuckgeld
Muschelgeld (vor Allem Kaurimuscheln)
Kleidergeld (z. B. Pelze)
Metallgeld
Schnecken
Rinder
Kamele
Ziegen
Felle
Dolche
Spaten
Schmuckringe
besondere Steine
Salz
etc.

Die wesentlichen Nachteile, die Warengeld mit sich zog, waren:

•    geringe Teilbarkeit
•    mangelnde Wertbeständigkeit
•    teilweise schwierige Transportierbarkeit/ Lagerfähigkeit/ Handhabung

 
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