Wachstum-Beschäftigung-Zusammenhang

Mit dem Wachstum-Beschäftigung-Zusammenhang meint man den empirisch nachgewiesenen Zusammenhang zwischen den beiden ökonomischen Komponenten „Wirtschaftswachstum“ und „Beschäftigung“.

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So ist in aller Regel zu beobachten, dass bei einem positiven Anstieg des Bruttoinlandproduktes (BIP), also des Wertes aller Waren und Dienstleistungen innerhalb eines Jahres in einem Wirtschaftsraum, auch der Beschäftigungsgrad in innerhalb dieser Volkswirtschaft zunimmt. Steigt also die Produktion, so wird zum Einen mehr Gewinn erzielt und zum Anderen auch zusätzliche Arbeitskräfte zur Auslastung der Produktionskapazität benötigt.

Da aber üblicherweise mehr erwirtschaftet als ausgegeben werden will, steigt die Beschäftigung in einem geringeren Maße als das Wachstum. Es werden daher nur so viele Arbeitskräfte eingestellt, wie auch tatsächlich für die steigende Produktion benötigt werden. Dabei kann es vorkommen, dass trotz steigender Beschäftigung die Auslastung der einzelnen Arbeitskräfte überschritten wird.

Üblicherweise findet man einen solchen Wachstum-Beschäftigung-Zusammenhang vor Allem bei Industriestaaten. Hier ist zu beobachten, dass dem Anstieg des Beschäftigungsgrades in der Regel ein ganzes Jahr des Wirtschaftswachstums voran geht. Das bedeutet, dass erst nach einem Geschäfts- bzw. Kalenderjahr des positiven Wachstums und der Steigerung der Produktion auch mehr Arbeitskräfte nachgefragt werden. Eine solche Vorgehensweise soll die Unternehmen vor einem drastischen Abfall des Wachstums schützen. Sie gehen sicher, sich auch neue Arbeitskräfte leisten zu können.

 
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