Verstädterung

Die Verstädterung ist auch als Urbanisierung bekannt und meint die Ausbreitung von Städten bzw. städtischen Lebensformen auf ländlichen Gebieten. Gemessen werden kann sie sowohl an Hand der Städtezahl als auch an der Fläche einzelner Städte oder der jeweiligen Einwohnerzahl.

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Hauptursache der Verstädterung ist die Landflucht. Immer mehr Menschen treibt es aus ländlichen Gegenden in wirtschaftlich und sozial weiter entwickelte Regionen. Eine solche Entwicklung ist vor Allem in den Schwellen- und Entwicklungsländern zu beobachten. Die Landgebiete verfügen schlicht über eine viel zu unterentwickelte Wirtschaft oder wurden durch Kriege oder Ähnliches verwüstet, sodass die dort lebenden Menschen in neue, größere und industrialisierte Gebiete fliehen. Die Folge dessen ist die fortwährende Verstädterung oder eben Urbanisierung.

Da der Vorgang oftmals mit einer ungeahnten und vor Allem unkontrollierbaren Geschwindigkeit statt findet, sind auch die Verhältnisse in vielen Städten, die zu Megametropolen werden, katastrophal. Eine gewisse Überschaubarkeit und Kontrolle ist nicht mehr gegeben. Dennoch ist eine jene Region für die Flüchtenden attraktiver als das Herkunftsland oder -gebiet.

In den Industrieregionen ist dabei vor Allem der reduzierte Arbeitskräftebedarf in der Landwirtschaft Ursache für die Landflucht.

Grundsätzlich differenziert man zum Beispiel die folgenden Arten der Verstädterung:

1. funktionale Verstädterung
= Verflechtung von Stadt und Land

2. soziale Verstädterung
= städtische Normen und Wertvorstellungen breiten sich auf die ländliche Umgebung aus

3. demographische Verstädterung
= Anteil der städtischen Bevölkerung eines Gebietes, Landes oder Staates nimmt zu

etc.

 
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