Überregulierung

Deutsche und US-amerikanische Finanzmärkte werden von einer sehr hohen Regulierungsdichte geprägt. Betrachtet man dieses engmaschige Netz von Reglements einmal sehr sachlich, wird man schnell feststellen, dass der Nutzen und der Sinn darin liegen, Anlegern und Finanzdienstleistungsunternehmen zu schützen.

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Schwarze Schafe aller Art treiben ihr Unwesen auf den Finanzwegen. Diese schwarzen Schafe gilt es, ausfindig zu machen und sie zur Rechenschaft zu ziehen. Je enger das Netz der Reglements gestrickt ist, umso einfacher ist es, die Machenschaften aller Art zu unterbinden. Dies stärkt das Vertrauen in die Märkte. Doch bei aller Regulierung sind unlautere Handlungen nicht auszuschließen.

Schnell kann sich die Medaille wenden und das, was Sicherheit und Vertrauen wecken soll, kehrt sich ins Gegenteil um. Von kritischen Stimmen wird diese Regulierungsdichte als so genannte Überregulierung bezeichnet. Je enger solch ein Regulierungsnetz ausfällt, umso höher ist die Gefahr, dass neue Wettbewerber von den entsprechenden Märkten abgeschreckt werden, da die Auflagen, die sie erfüllen müssen, einfach zu hoch sind. Weiterhin besteht außerdem die Gefahr, dass bereits am Markt etablierte Finanzdienstleister die Aufsichtsbehörden zu noch strengeren Maßnahmen anregen, die den Marktzutritt erschweren sollen. Dies nennt wird als Capture-Theorie bezeichnet. Die Aufsichtsbehörde wird in dem Fall missbraucht, um bestimmte Interessen einiger Akteure zu verfolgen.

 
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