Substanzwert

Der Begriff „Substanzwert“ stammt aus der Betriebswirtschaftslehre und ist im Bereich der Unternehmensbewertung wieder zu finden. Hierbei handelt es sich um eine Kennzahl, die bei Betriebsübernahme von sehr hoher Bedeutung ist.

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Der Substanzwert setzt sich aus dem Anlagevermögen und dem Umlaufvermögen eines Betriebes zusammen, d.h. es definiert den Wert der Aktiva-Positionen einer Bilanz. Dieser Wertansatz wird dann durch die Rückstellungen und Verbindlichkeiten des Unternehmens gemindert und, falls vorhanden, um Sonderposten im Fremdkapital reduziert. Dabei kommt es auf den genauen Tageswert des gesamten Vermögens und aller Schulden an, der bei der Bestimmung eine wichtige Rolle spielt.

Die daraus resultierende Geldsumme wird als Maßstab für ein neu zu gründendes Unternehmen mit absolut gleicher Größe und völlig identischer Leistungsfähigkeit angesetzt. Alle dafür relevanten Daten und Fakten werden der Bilanz des Unternehmens entnommen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass nicht alle Buchwerte der Bilanz auch den tatsächlichen Marktwerten entsprechen. Das hängt damit zusammen, dass die Mehrzahl von Immobilien und Grundstücken in der steuerlichen Bilanz häufig niedriger veranschlagt werden, als ihr tatsächlicher Wert am freien Markt ist. Dabei spricht man von Rücklagen, den so genannten "Stillen Reserven". Gleiches gilt auch bei Maschinen und Anlagen, die bei ordnungsgemäßer Handhabung und Pflege eine höhere Lebensdauer zu erwarten haben, als dies vom Steuerrecht angesetzt wird. Im Gegensatz dazu ist bei vielen technischen Geräten, wie zum Beispiel bei EDV-Anlagen, der Buchwert erheblich höher als der tatsächliche Geldwert, da einige Zeit nach deren Anschaffung hochwertiger Geräte zu günstigeren Preisen beschaffbar sind.

Zusammenfassend ist der Substanzwert ein Reproduktionswert, mit dessen Hilfe ein Unternehmen aus betriebswirtschaftlicher Sicht bewertet werden kann (auch Nettoinventarwert genannt).

 
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