Short Call

Als Short Call wird eine der vier Grundstrategien bzw. Grundpositionen im Optionshandel bezeichnet. Der Begriff „Call“ weist dabei darauf hin, dass es sich um eine Position auf der Kaufseite handelt, da eine Kaufoption als Call bezeichnet wird.

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Spricht man nun von einem Short Call, so mein man damit einen Optionshalter einer Kaufoption, welche er verkaufen möchte (kurz: Verkauf einer Kaufoption). Er gilt bei Abschluss eines solchen Geschäftes als Stillhalter in Wertpapieren, da er bis zur Ausübung der Option durch den Käufer die Papiere in seinem Besitz behält und nicht eher liefert. Sollte er die Basiswerte allerdings noch nicht haben, so ist er verpflichtet, diese bei Optionsausübung durch den Käufer anzuschaffen und zu liefern. Diese beiden Varianten werden als gedeckte (covered) oder leere (naked) Option bezeichnet, d.h. entweder ist der Verkäufer der Kaufoption im Besitz der Papiere oder nicht.

Ist man in einer Short Call-Position, dann erwartet man gleich bleibende oder leicht fallende Kurse des Basiswertes. Man möchte einen Gewinn durch die Optionsprämie erzielen. Allerdings trägt man als Verkäufer einer Kaufoption auch das Risiko, den Basiswert liefern zu müssen, d.h.

1. ist er bereits im Besitz der Papiere und die Kurse am Markt steigen, dann erhält er bei Optionsausübung durch den Käufer einen niedrigeren Preis für den Basiswert, als wenn er die Papiere direkt am Markt verkaufen würde;

2. ist er noch nicht im Besitz der Papiere und die Kurse am Markt steigen, so muss der Verkäufer der Kaufoption bei Optionsausübung die Basiswerte am Markt beschaffen und eventuell einen höheren Marktpreis zahlen, als er durch den vereinbarten Basispreis erhält (Marktpreis > Basispreis).

Bei einem Short Call ist der Gewinn auf die Optionsprämie begrenzt, d.h. der Verkäufer kann sonst keine Erträge aus solch einem Geschäft erzielen (bei fallenden Kursen -> Abgabe der Papiere an einen anderen + Einzug der Optionsprämie). Jedoch besitzt man hier ein unbegrenztes Verlustrisiko (bei steigenden Kursen -> Direktverkauf am Markt würde Gewinn bringen (= Verlust) -> Optionsprämie könnte Differenz eventuell nicht mehr ausgleichen).

 
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