Schlagschatz

Der Unterschied zwischen dem Nennwert und dem Materialwert einer Kurantmünze wird als Schlagschatz bezeichnet. Sobald diese Differenz verhältnismäßig hoch ist, verführt dies häufig zu unerlaubtem Nachprägen. Ist die Differenz zwischen Stoffwert und Nennwert eher gering, ist der Anreiz zum Nachprägen nicht mehr gegeben.

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Werden Medaillen in Form alter Münzen nachgeprägt, so wird der Unterschied zwischen dem Materialwert und dem Verkaufspreis als Schlagschatz bezeichnet. Auch bei der Prägung ganz neuer Münzen verhält es sich so. Hier wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Stoffwert der Münze als Schlagschatz definiert.

Dieser Markt ist kaum zu durchschauen, wenn man sich nicht direkt für Numismatik interessiert. Oftmals beträgt der Schlagschatz hier mehr als 100 Prozent. Er stellt in diesem Fall ein sogenanntes Aufgeld dar.

Der Begriff „Schlagschatz“ ist in Fachkreisen auch als „Seignorage“ bekannt. Das Seignorage ist heute allgemein der Unterschied zwischen Nominalwert und Herstellungskosten eines Geldmittels. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Geldschein oder um Münzen handelt. Das Seignorage für sämtliche Scheine innerhalb des Eurogebietes fließt der Europäischen Zentralbank (EZB) zu. Jenes für die Münzen geht an die einzelnen Regierungen.

Früher wurde auch der Prägelohn für den Münzer als Seignorage oder Schlagschatz bezeichnet. Doch diese Bezeichnung ist heutzutage nicht mehr üblich.

 
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