Risiko, systemisches

Das systemische Risiko oder eher Systemrisiko kommt in verschiedenen Definitionen vor. Grundsätzlich mint es aber die Gefährdung der Funktionsfähigkeit eines gesamten Systems (z.B. internationale Finanzordnung), sodass nicht nur spezifische (spezifisches Risiko) sondern alle (Markt)Teilnehmer davon betroffen sind.

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Grundsätzlich kann das Systemrisiko von den einzelnen Marktteilnehmern nicht verhindert werden. Sie müssen dieses Risiko ohne Einschränkungen tragen. Allerdings gibt es die Möglichkeit, dass die Rahmenbedingungen eines Systems durch die entsprechenden verantwortlichen Instanzen so gesetzt werden, dass das systemische Risiko zumindest eingeschränkt wird (z.B. entsprechende Wirtschafts- und Währungspolitik, ausreichende und umfassende Finanzmarktaufsicht etc.).

In der Regel resultieren die Folgen des systemischen Risikos aus Kettenreaktionen, da die Elemente eines Systems üblicherweise in eine gewisse Wechselwirkung zueinander stehen. Beispielsweise kann der Zusammenbruch einer großen, international agierenden Bank fortlaufend zum Zusammenbruch des weltweiten Bankensektors führen. Auch die Illiquidität eines großen Investors auf dem Kapitalmarkt kann zu Liquiditätsschwierigkeiten einzelner, kleinerer Investoren führen. Demnach müssen die Betroffenen nicht an der Krise oder dem Zusammenbruch selbst dran Schuld sein sondern werden einfach mitgezogen.

Einfaches Beispiel:
Ein Kunde zahlt seine Rechnung nicht -> Unternehmer kann seine Materialrechnung nicht zahlen -> Lieferant kann demzufolge seine Rechnungen nicht begleichen usw.

 
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