Rendite, implizite

Die implizite Rendite ist jener Ertrag, der sich aus dem Erwerb eines Finanzinstrumentes oder einer Ware am Kassamarkt und dem Verkauf desgleichen am Terminmarkt ergibt. Anders ausgedrückt ist es jene Rendite, die erzielt werden muss, um mit einer definierten Kapitalleistung ein bestimmtes Endvermögen zu erwirtschaften.

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Ausgedrückt wird die implizite Rendite in Prozent und üblicherweise als jährliche Angabe (p.a. = per anno). Sie kann in allen möglichen bereichen des Finanz- und Wirtschaftswesen berechnet werden und auch eine Rolle spielen.

So ermittelt man beispielsweise die implizite Rendite im Bereich der Versicherungen, speziell Renten- und Lebensversicherung. Hier drückt dieser Wert den rechnerischen Zinssatz aus, mit dem die Versicherungsbeiträge mindestens verzinst werden müssten, um im Rentenalter eine Rente in Höhe der gesetzlichen Rente zu erhalten.

Grundsätzlich kann man also sagen, dass bei einer hohen impliziten Rendite die Ertragschancen positiver aussehen und üblicherweise weniger Eigenleistung erbracht werden muss, um eine entsprechende Zielleistung zu erwirtschaften. Bei einer geringeren impliziten Rendite hingegen ist es schwieriger, das gewünschte Endvermögen zu erreichen. Man bräuchte mehr Eigenleistung, die allerdings weniger verzinst werden würde.

 
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