Realignment

Der Begriff „Realignment“ stammt aus dem englischen Sprachgebrauch und kann mit „Neuordnung“ oder „Neuausrichtung“ übersetzt werden. Im Wirtschaftswesen meint es die Wechselkursanpassung, d.h. die Neufestsetzung des Wechselkurses einer Währung gegenüber einer anderen Währungen (Parität oder Umtauschverhältnis), Gold oder einem Währungskorb. Dabei wird der Leitkurs herauf- bzw. herabgesetzt und in Folge dessen eine Ab- bzw. Aufwertung der Währung herbeigeführt.

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Angewandt wird Realignment in einem System fester (absolut starrer) Wechselkurse oder auch bandbreitenfixierter Wechselkurse. Hier ist eine solche Anpassung vor Allem dann notwendig, wenn die aktuell vorherrschende Parität nicht den derzeit gültigen Marktbedingungen entspricht bzw. sich nicht als marktgerecht erweist.

Ein solches Ungleichgewicht kann unter Anderem dadurch zum Ausdruck kommen, indem die Wechselkurse fortlaufend an die Interventionsgrenzen (festgesetzte Grenzen, innerhalb derer sich die Kurse im Normalfall bewegen sollten) herangeführt werden. Demnach unterliegen die Wechselkurse einer ständigen Auf- bzw. Abwertung und verlangen den Notenbanken häufige Interventionsversuche, also Käufe und Verkäufe von Devisen zur Stabilisierung der Kurse, ab. In der Regel bleiben diese Versuche aber erfolglos und führen zudem zu einem drastischen Rückgang der Devisenreserven eines Landes.

Ein Realignment ist neben der Stabilisierung der Wechselkurs auch dann sinnvoll, wenn man Exportüberschüsse vermeiden möchte. In einem System fester bzw. bandbreitenfixierter Wechselkurs sind die Zentralbanken dazu verpflichtet, das Überangebot an Devisen auszukaufen. Eine Folge dessen wäre der „Import“ einer Inflation ins eigene Land.

 
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