Raider

Der Begriff „Raider“ stammt aus dem englischen Sprachgebrauch und kann mit „Räuber“ oder „Plünderer“ übersetzt werden. Im Deutschen wird er vor Allem im Finanzwesen üblicherweise auch als Synonym für „Heuschrecke“ verwendet (hier auch Corporate Raider genannt). Damit ist ein spezieller Finanzinvestor gemeint, der mit Hilfe einer Mehrheitsbeteiligung versucht, ein vorrangig börsennotiertes Unternehmen zu erwerben.

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Raider zielen in der Regel darauf ab, das Unternehmen bzw. die Anteile an dessen Gewinn bringend weiter zu veräußern oder eben den Betrieb zu zerschlagen. So versuchen sie beispielsweise, unprofitable Unternehmensbereiche zu verkaufen oder in Liquide Mittel umzuwandeln.

In Deutschland spricht man in diesem Zusammenhang oftmals auch von Heuschrecken. So hat beispielsweise der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering im Herbst 2004 aggressive Investoren als „verantwortungslose Heuschreckenschwärme“ kritisiert, die die Substanz von Unternehmen absaugen würden, um die Betriebe anschließend „kaputt gehen“ zu lassen.

Teilweise nutzen die Raider aber auch schon eine Minderheitsbeteiligung, um entsprechenden Druck auf das Management des Unternehmens auszuüben. So erhoffen sie sich unter Anderem einen Rücktritt der aktuellen Führungskräfte oder auch eine komplette Umorganisation der derzeit durchgeführten Unternehmensstrategie.

 
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