Quantitative Lockerung

Die Quantitative Lockerung, auch QE genannt, ist eine unkonventionelle Maßnahme der Geldpolitik. Sie errang in Europa nach der Eurokrise ab 2010 hohe Bedeutung.

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Die Quantitative Lockerung unterscheidet sich von den konventionellen Maßnahmen der Zentralbankpolitik (zum Beispiel Senkung der Zinsen) dadurch, dass sie einen direkten Eingriff in den Aktienmarkt darstellt.

Funktionsweise der Quantitativen Lockerung

Bei der Quantitativen Lockerung kauft die Zentralbank langfristige private oder öffentliche Wertpapiere von Geschäftsbanken auf. Meist handelt es sich bei den Papieren um Staatsanleihen. Zwar ist es den meisten Zentralbanken, so auch der Europäischen Zentralbank, verboten, Staatsanleihen direkt aufzukaufen. Durch den Umweg über Geschäftsbanken ist die Quantitative Lockerung aber rechtlich unproblematisch. Die Quantitative Lockerung ist demnach auch keine monetäre Staatsfinanzierung.

Beispielhafter Einsatz der Quantitativen Lockerung:

  • Japan (seit 2001)
  • USA (2009 bis 2014)
  • Großbritannien (2009 bis 2014)
  • Schweiz (2009 bis 2014)
  • Europäische Union (seit 2015)
 
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