Produktionslücke

Die Produktionslücke (engl.: Output Gap) meint die Differenz zwischen der tatsächlich produzierten Menge innerhalb eines Wirtschaftsgebietes und der Produktion bei vollkommen ausgelasteten Kapazitäten. Die Lücke wird auch als Produktionspotenzial bezeichnet und bezieht sich damit auf die noch ungenutzten Kapazitäten eines Wirtschaftsgebietes. Seinen Ursprung findet der Begriff in den volkswirtschaftlichen Theorien des Konjunkturzyklus‘.

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Von den Zentralbanken wird der Wert der Produktionslücke unter Anderem für die Prognose hinsichtlich spekulativer Blasen herangezogen. Weiterhin spielt die Produktionslücke neben dem gleichgewichteten Realzins, der Inflationserwartung sowie der Differenz zwischen aktueller Inflationsrate und Zielrate bei der Ausrichtung der Leitzinspolitik eine bedeutende Rolle.

Eine Hauptursache für die Entstehung einer Produktionslücke ist der unvollkommene Wettbewerb sowohl auf dem Arbeits- als auch auf dem Kapitalmarkt üblicherweise in Verbindung mit einer starren Preis- und Lohnbindung.

Die Angabe des Output Gap erfolgt in der Regel in Prozent der potentiellen Wertschöpfung einer Volkswirtschaft. Eine negative Produktionslücke liegt beispielsweise dann vor, wenn das aktuelle Bruttoinlandsprodukt (BIP) unterhalb des potenziellen Bruttoinlandsproduktes liegt. Eine solche negative Lücke hat unter Anderem die folgenden Auswirkungen:

•    sinkende Inflationsrate,
•    steigende Arbeitslosigkeit
•    abnehmende Importe

Dem entgegengesetzt ist eine positive Produktionslücke, die folglich eine umgekehrte Wirkung aufweist.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Produktionslücke auf der potenziellen Wertschöpfung einer Volkswirtschaft basiert, sodass vordergründig die Normalkapazität auf Grundlage statistischer Daten eines Landes zu bestimmen ist.

 
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