Peso-Effekt

Der Begriff „Peso-Effekt“ (auch als Peso-Problem bekannt) hat seinen Ursprung in der Mitte der siebziger Jahre, als der mexikanische Peso dauerhaft mit einem Abschlag am Devisenmarkt gehandelt wurde, obwohl ein fixierter Wechselkurs gegenüber dem amerikanischen Dollar bestand und zudem eine erfolgreiche Stabilitätspolitik der Regierung vorgeherrscht zu haben scheint.

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Erklärt wurde dieses Phänomen damit, dass die Marktteilnehmer die Rückkehr einer expansive Geld- und Fiskalpolitik befürchteten. Sie gingen also davon aus, dass die Regierung den mexikanischen Peso jederzeit abwerten könnte. Laut der Definition der deutschen Bundesbank verwendet man den Begriff „Peso-Effekt“ heutzutage in Situationen, „(…) in denen die Marktteilnehmer eine diskretionäre Veränderung einer oder mehrerer Fundamentalvariablen in der Zukunft für möglich halten.“.

Der Einfluss dieser Verhaltensweisen und potenzieller Regimewechsel wirkt negativ auf den durchschnittlich für die Zukunft zu erwartenden Wechselkurs einer Währung. Bis die Veränderungen tatsächlich eintreten, entwickelt sich der Wechselkurs fernab vom realen Wechselkurs bzw. von jenem Wechselkurs, der sich ohne diese Einflüsse anderweitig hätte entwickelt. Der Peso-Effekt kann dabei über längere Zeiträume hinweg andauern. Er ist erst dann überwunden, wenn die Veränderungen stattfinden.

 
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