Ort

Der Begriff „Ort“ wird – bezogen auf die Finanzwelt - in alten deutschen Dokumenten in der Regel als der vierte Teil, also ein Viertel einer bestimmten Masse oder insbesondere eines Geldstückes verwendet. Man spricht zum Beispiel auch von einem Ortstaler oder Ortsgulden, womit dann jeweils ein Viertelgulden bzw. ein Vierteltaler gemeint ist.

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Heute findet der Begriff vor Allem noch in der Numismatik (Wissenschaft der Münzen) Verwendung, wird aber nur noch selten für die Bezeichnung von einem Viertel genutzt. Die Bezeichnung „Ort“ oder „Ortstaler“ war vor Allem in Mittel- und Ostdeutschland verbreitet und die entsprechenden Münzen wurden erstmals unter Friedrich dem Dritten im 16. Jahrhundert in Zwickau geprägt. Die Prägung der Ortstaler war beliebt und verringerte sich erst mit der Verbreitung der Zweidritteltaler oder Gulden. Das Viertelstück des Reichstalers war ein so genanntes Sechsgroschenstück, das auch als Reichsort bezeichnet wurde.

Generell sind Ortstaler in ihrem Typus oft an die entsprechenden Ganz- oder Halbtalerstücke angelehnt und zeigen dementsprechend meist auch das Portrait des Münzherrn. In der Regel ist ein Ort von kleinerer Größe als das entsprechende Geldstück mit dem vollen oder dem halben Wert.

Ortstaler sind heute zum Teil recht beliebte Objekte von Sammlern und Numismatikern, wobei diese sich vor allem um seltene Exemplare und besondere Prägungen bemühen.

 
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