Opfergeld

Das Opfergeld meint eine alte Handlung im früh-christlichen Gottesdienst. Zur Messefeier spendeten die Gläubigen am Altar Naturalien als Opfergaben. Später ab dem 12. Jahrhundert bestanden diese Opfergaben aus Geld.

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Die Spende war vor Allem das ausdrückliche Bekenntnis der Verehrung Gottes. Mit den Gaben wurden nicht nur Arme aus der Gemeinde unterstützt, sondern den Priestern dienten sie zum Unterhalt ihres Lebens.

Auch heute existiert das Opfergeld noch. Es wird allerdings in einer Kollekte während des Gottesdienstes mittels des Klingelbeutels, der reihum durch die Bänke gereicht wird, eingesammelt. Ein Gang zum Opfer, wie ehemals zelebriert, ist gegenwärtig nicht mehr üblich und wird nur noch ausnahmsweise vollzogen.

Eine andere Bedeutung von Opfergeld bezeichnet dasjenige Geld, das man früher seinem Hauspersonal – dem Hausgesinde – am Tag des Neujahrs oder am Johannistag als Zeichen dafür, dass man es weiterhin im Haus behalten wollte, überreichte. Es wurde auch als Opferpfennig oder als Handgeld bezeichnet. Dieser Brauch war besonders in Niedersachsen verbreitet.

 
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