Offenheitsgrad

„Offenheitsgrad“ ist ein Begriff aus der Volkswirtschaft und markiert den Grad der Abhängigkeit eines Staates von der Weltwirtschaft. Konkret ist vom Offenheitsgrad einer Volkswirtschaft die Rede, der anzeigt, wie weit sie im Außenhandel und Kapitalverkehr integriert ist.

Definition weiterlesen
Deutschland-Kreditkarte auf Bezahlen.de

Als Berechnungsgrundlage ziehen Fachleute unter Anderem das Verhältnis zwischen Export und realem Bruttoinlandsprodukt (BIP) heran. Die Angaben erfolgen dann in Prozentzahlen.

Beispiel:
Beträgt der Offenheitsgrad 100 %, so heißt das, dass die Binnenwirtschaft eines Landes komplett, also zu 100 %, von der Weltwirtschaft abhängig ist. Sieht man genauer hin, so stellt man dann vor diesem Hintergrund fest, dass sich jeder Arbeitsplatz im Bereich Im- und Export befindet und davon abhängig ist.

Ein solcher Offenheitsgrad wäre fatal, denn Wirtschaft und Wohlergehen des betreffenden Landes wäre dem Stand der Weltwirtschaft ausgeliefert. Der Staat und die Wirtschaft hätten keine Möglichkeit, darauf Einfluss zu nehmen. Ein gefährlicher Status angesichts der schwankenden und hochsensiblen Weltwirtschaft, die selbst von politischen System, klimatischen und vielen anderen Faktoren abhängt.

Dagegen ist ein Offenheitsgrad von 0 % so gut wie unmöglich. Dieser Wert würde bedeuten, dass eine Nation vollständig autark wäre, also ganz auf sich allein gestellt, ohne Handelsbeziehung nach außen zu anderen Staaten. Ein solcher Staat müsste über alle Rohstoffe zur notwendigen Versorgung oder darüber hinaus verfügen.

 
  • WhatsApp