Marktpreisbewertung

Die Marktpreisbewertung ist eher bekannt als Marking to market (oder auch Mark to market) und meint ein Verfahren vor Allem im Bereich der Börsentermingeschäfte, bei dem Vermögensgewinne und -verluste, die während der Laufzeit einer gehaltenen offenen Position entstehen, börsentäglich neu ermittelt werden und zu einer Anpassung der Margendeckung dieser Position auf dem Margen-Konto des Traders (Händlers) führen.

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Das bedeutet, dass der Marktpreis der Börsenterminkontrakte börentäglich neu errechnet wird und die Sicherheitenstellung des Marktteilnehmers …

… bei einen Verlust durch Nachschuss und
… bei einem Gewinn durch Gutschriften

ausgeglichen wird. Die Verfahren zur Marktpreisbewertung nennt man

1) Markt to Market
= Börsenpreisermittlung auf Basis des aktuellen Marktpreises

2) Mark to Model
= Börsenpreisermittlung auf Basis eines speziellen Finanz-Modells

Ziel der Marktpreisbewertung ist, einen gesicherten Marktverlauf im Börsenterminhandel zu gewährleisten. Zudem wird das Verfahren auch oft von Finanzämtern angewandt, um die Steuerpflicht des Steuerpflichtigen im Zusammenhang mit solchen Finanzpositionen zu ermitteln.

Der ermittelte Differenzbetrag zwischen dem Schlusskurs des Futures- oder Options-Position des Vortages und des Marktpreis am aktuellen Börsentag wird „variation margin“ genannt. Damit sollen die Kurs- und demzufolge auch die Margenveränderungen auf dem Verrechnungskonto des Marktteilnehmers bar zum Ausgleich gebracht werden. Die Grundlage für die Marktpreisbewertung bildet demnach der am Ende eines Handelstages von der jeweiligen Terminbörse ermittelte offizielle Tagesschlusskurs (Abrechnungspreis; Schlusskurs).

 
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