Lötigkeit

Lötigkeit ist auch bekannt unter dem Begriff „Finesse“ und bezeichnet ein Verhältnis in der Numismatik - der Münzkunde. Münzexperten wissen, dass damit das Verhältnis zwischen dem Feingehalt an Edelmetall und den übrigen Materialien bzw. Metallen wie Kupfer oder Eisen etc. einer Münze gemeint ist.

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Diesbezüglich wurden die Edelmetalle als Korn bezeichnet und die unedlen Metalle als Schroth. Ein anderes Maß dafür lautet Lot oder Gran.

Es gab früher unterschiedliche Lötigkeiten zwischen den zahlreichen Münzen, die so als unterschiedliche Verhältnisse von Feingehalt an Edelmetallen auch deren Wert definierten.

Lötigkeit, auch in der alten Schreibweise Löthigkeit bekannt, blieb aber nicht nur auf die Numismatik beschränkt. Der Ausdruck wurde auch für Waren verwendet, um deren Feingehalt und damit zugleich deren Wert auszudrücken. Die Lot-Einteilung geschah in Sechszehnteln.

Andererseits kannten und kennen den Begriff auch Bergwerksleute in ihrer Fachsprache. Er ist gleichfalls eine Angabe zur Menge und bezeichnete den Gehalt des Wassers an Kochsalzlösung in Prozentzahlen. So war unter Anderem von halb-, dreiviertel- oder volllötiger Sole in alten Salinenbüchern die Rede. Es handelt sich bei solchen Angaben um die Sättigung des Wassers mit Kochsalz oder Natriumchlorid (NaCl), wobei die Eigenschaft „volllötig“ auf die vollständige Sättigung schließen lässt.

 
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