Leveraged Buy-out-Risiken

Unter Leverage Buy-out-Risiken werden diejenigen Gefahren verstanden, die bei fremdfinanzierten Unternehmensübernahmen für die Beteiligten entstehen können.

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Das bei der Finanzierung der Firmenakquisition verwendete Kapital wird vor Allem aus Darlehen aufgebracht. Als Sicherheit dient dabei üblicherweise der Betriebsertrag der übernommenen Gesellschaft. Die Tilgung erfolgt demnach aus Mitteln, die dieses Unternehmen aus verschiedenen Vermögensbereichen ausschütten kann. Zum großen Teil sind das liquide Positionen, die aus den laufenden Umsätzen und Geschäften ständig neu zur Verfügung gestellt werden können. Wird dieses Abschöpfen von Kapital überstrapaziert, das Zielunternehmen gewissermaßen finanziell ausgepresst, entsteht eine Art Enteignung des Kapitalvermögens dieser Gesellschaft, was weitere Leveraged Buy-out-Risiken mit sich bringt.

Das Risiko für den Erwerber, für die übernommene Firma und den Fremdkapitalgeber liegt darin, auf Dauer nicht genügend freie Finanzmittel aus dem Ertrag des akquirierten Unternehmens für die Zinsbedienung und Darlehensrückzahlung liquide machen zu können. Unerwartete Umstände können den Geldfluss hemmen und zu Problemen bei terminierten Zinstilgungen führen. Plötzliche Schwankungen der Wirtschaftslage bis hin zur eintretenden Rezession gefährden nicht selten Zahlungsverpflichtungen. Daneben können auch Rechtsstreitigkeiten und behördliche Änderungen den reibungslosen Ablauf behindern und zu Verletzung von Schuldvereinbarungen oder sogar zur gesamten Liquidierung führen. Auch Managementfehler im erworbenen Unternehmen im Zusammenhang mit Aktionärsinteressen gehören zu den Leveraged Buy-out-Risiken.

 
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