Late Trading

Das Late Trading, also ein später Handel, ist eine Börsenbezeichnung beim Wertpapierhandel und darunter ist die unzulässige Tätigkeit von Fondsgesellschaften zu verstehen, noch nach Börsenschluss bestimmten Anlegern Fondsanteile zum voraussichtlichen Schlusskurs des abgelaufenen Handelstags zu verschaffen.

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Normalerweise müssten derartige Kaufaufträge bereits zum Kurs des nächsten Tages abgerechnet werden. Oft werden wichtige Unternehmensmeldungen erst nach Börsenende bekannt, die den Kurs am folgenden Tag hochtreiben könnten. Besonders institutionellen Großanlegern wird dann noch dieser Handelsvorteil zugespielt.

In den Vereinigten Staaten ist die Praxis bereits seit dem Jahre 1968 untersagt. Die amerikanischen Aufsichtsbehörden haben diese vereinzelt immer noch praktizierten Handelsabschlüsse nach Börsenschluss bereits öfter gerügt. Die Kontrollmöglichkeiten sind auf Grund des enormen Aufwands nur sehr begrenzt, so dass ein völliges Verhindern bisher nicht erreicht werden konnte. Vielfach wurden auf das zwar erlaubte aber dennoch zweifelhafte „Market Timing“ ausgewichen, das ebenfalls wie Late Trading für Turbulenzen am Finanzmarkt verantwortlich war.

 
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