Kombizinsanleihe

Die Kombizinsanleihe (auch Kombizins-Anleihe geschrieben) ist eine Sonderform verzinslicher Wertpapiere (Anleihen) was die Verzinsung dieser Geldanlage betrifft. Hier wird eine Nullkupon-Anleihe (Zerobonds) mit einer Hochkupon-Anleihe kombiniert.

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Bei der Kombizinsanleihe werden vorerst einige kuponlose Jahre vereinbart, d.h. während der anfänglichen Laufzeit kann der Anleger nicht mit Zinserträgen rechnen. Nach Ablauf die Grundzeit folgen Jahre (Schlussphase), in denen ein überdurchschnittlich hoher Kupon vereinbart ist. In dieser Zeit kann der Anleger mit hohen Zinszahlungen rechnen.

Zwar erhält man als Anleger einer Kombizinsanleihe über die Laufzeit keine regelmäßigen Zinszahlungen, weiß aber bereits zum Anlagezeitpunkt genau, mit welchen Zinserträgen man am Ende der Laufzeit kalkulieren kann. Daher ähneln sie in ihrer Gestaltung trotzdem festverzinslichen Wertpapieren. Die Höhe der Zinsen ist dabei völlig unabhängig von der Entwicklung am Kapitalmarkt. Sowohl die Emission der Kombizinsanleihe als auch die Rückzahlung erfolgt üblicherweise zu 100 Prozent (zu pari).

Vorteile für den Emittenten
Durch die Ausgabe einer Kombizinsanleihe kann der Emittent weitestgehend sicher sein, dass die Anleger eine langfristige Anlage geplant haben und diese nicht zwingend vor Eintritt der Zinszahlung wieder verkaufen. Dadurch hat er eine relativ sichere Kalkulationsbasis und schnell beschafftes Kapital für andere Investitionen. Zudem kann er genau kalkulieren, wann Ausgaben (Zinszahlungen etc.) für ihn entstehen.

Nachteile für den Emittenten
Sobald die Zinszahlungsphase eintritt, muss er überproportional hohe Zinszahlungen leisten. Er sollte also bereits in den vorigen Geschäftsjahren entsprechend wirtschaften.

Vorteile für den Anleger
Er bekommt eine relativ sichere Geldanlage mit garantierter überdurchschnittlicher Zinszahlung.

Nachteile für den Anleger
Er sollte die Anleihe nicht vor der Zinszahlungsphase veräußern, da er sonst seine Zinserträge einbüßt.

 
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