Kirchweihgeld

Das Kirchweihgeld war in früheren Jahrhunderten eine Abgabe, die von Schaustellern bezahlt werden musste, die mit ihren Geschäften am Kirchweihfest teilnehmen wollten.

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Die Kirchweihe beschreibt den offiziellen Akt der feierlichen Einweihung und Segnung eines neuen Gotteshauses. Auch wenn zum Beispiel ein Raum nach einer Gebäuderenovierung erstmals als Kirche genutzt wurde, fand eine Segnung statt. An diese Kirchweihe erinnerte die Gemeinde fortan jedes Jahr mit einem großen Kirchweihfest, das oft den Charakter eines Volksfestes hatte.

Entsprechend groß war die Zahl der Händler und Schausteller, die das Fest mit eigenen Ständen bereicherten. Für ihre Teilnahme entrichteten sie direkt an die Gemeinde das Kirchweihgeld, das die Kirche zumeist für die Deckung der Kosten des Festes nutzte. Die Tradition wird in vielen Städten bis heute in anderer Form fortgesetzt, und zwar mit einer jährlichen Kirmes.

Die Bezeichnung hat einen religiösen Ursprung und leitet sich aus dem Wort Kirchmesse her. Kirchweihfeste fanden und finden jedoch auch unabhängig vom Tag der Segnung einer Kirche statt. Vielfach bestimmt sich der jährlich wiederkehrende Termin zum Beispiel durch den Namenstag des Schutzheiligen, den sich eine Gemeinde gewählt hat. Bei heutigen Kirchweihfesten, wie sie unter verschiedenen Namen fast überall in Deutschland gefeiert werden, steht der religiöse Zusammenhang meist sehr im Hintergrund. An ihn erinnern allenfalls noch Gottesdienste, die in das Programm der Feste eingefügt werden.

 
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