Kaufkrafttheorie

Die Kaufkrafttheorie gilt in der nachfrageorientierten Wirtschaftswissenschaft als Möglichkeit, einer Volkswirtschaft durch Stimulation der privaten Nachfrage neuen Schwung zu verleihen. Um die Kaufkraft zu steigern und somit den Konsum der privaten Haushalte zu beflügeln, sollen nach der Kaufkrafttheorie die Löhne angehoben werden.

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Das soll vor Allem dann geschehen, wenn die Unternehmen weit unterhalb ihrer Kapazitätsgrenzen arbeiten, wenn also die Produktionsanlagen zu schwach ausgelastet sind. Da eine gestiegene Kaufkraft zu einer steigenden Nachfrage führt, können die Firmen mehr produzieren, was den Bedarf an Arbeitskräften erhöht und die Zahl der Arbeitslosen verringert. Wenn mehr Menschen in Lohn und Brot sind, steigt mit deren wachsender Kaufkraft die Nachfrage insgesamt weiter an.

Die Kaufkrafttheorie geht davon aus, dass die Lohnerhöhungen in wirtschaftlich schwachen Zeiten keine Inflationsrisiken mit sich bringen, dass die gestiegenen Gehälter also nicht zu einer Steigerung der Inflationsrate führen. Unter Verweis auf die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre argumentieren die Anhänger der Kaufkrafttheorie, dass Lohnsenkungen eine vorhandene Krise eher noch verstärken, denn sinkende Einkommen reduzieren die Kaufkraft und damit die private Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen.

Die Gegner der Kaufkrafttheorie halten steigende Gehälter hingegen für grundlegend falsch. Höhere Lohnkosten würden die Gewinne der Unternehmen zunächst weiter sinken lassen und zu höherer Arbeitslosigkeit führen, die wiederum die private Kaufkraft schwäche.

 
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