Kapitalstrom

Unter Kapitalströme versteht man jene Zu- und Abflüsse, die vorrangig in Form von Direktinvestitionen ins Ausland oder aus dem Ausland getätigt werden, d.h. es handelt sich um grenzüberschreitende Investitionen.

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Die Globalisierung der Finanzmärkte sorgt für immer stärkere Kapitalströme zwischen verschiedenen Staaten und Regionen. Diese Ströme können sowohl in Form von Direktinvestitionen erfolgen als auch über den Erwerb von Wertpapieren.

Sowohl die Bundesbank als auch die Europäische Zentralbank (EZB) werten die Zuflüsse und Abflüsse von Kapital aus - einmal mit Blick auf Deutschland und einmal bezogen auf den gesamten Euroraum. Wird Geld außerhalb eines Landes oder eines Währungsraumes angelegt, so spricht man von Kapitalexport bzw. Capital-Push. Als Kapitalimport oder Capital-Pull werden hingegen ausländische Investitionen bezeichnet.

Die weltweite Vernetzung der Kapitalmärkte ermöglicht fast unbegrenzte Kapitalströme, deren Richtung sich sehr rasch ändern kann. Das Ziel der Investoren besteht stets darin, mit dem eingesetzten Kapital die höchstmögliche Rendite zu erzielen. Wenn sich in bestimmten Regionen der Welt oder in einzelnen Ländern neue, erfolgversprechende Anlagemöglichkeiten ergeben, verändern sich die Kapitalströme entsprechend. Weitere wichtige Faktoren für die Entwicklung der Kapitalströme sind die politische Stabilität eines Landes sowie wirtschaftliche und finanztechnische Rahmenbedingungen.

 
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