Kapitalnutzungskosten

Die Kapitalnutzungskosten drücken aus, welchen Preis beispielsweise Unternehmen für den Einsatz von Kapital zahlen müssen.

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Um die Kapitalnutzungskosten verschiedener Projekte vergleichen zu können, wird für ihre Berechnung jeweils ein bestimmter Zeitraum festgelegt. Neben den reinen Finanzierungskosten durch die Aufnahme von Fremdkapital, deren Höhe vor Allem vom aktuell zu zahlenden Zinssatz, also dem Kapitalmarktzins abhängt, sind bei der Berechnung der Kapitalnutzungskosten auch Abschreibungskosten und steuerliche Belastungen von Bedeutung.

Damit sich einzelne Investitionen für ein Unternehmen rechnen, müssen sie mindestens die Kapitalnutzungskosten erwirtschaften, so dass sich Aufwand und Ertrag nach Steuern die Waage halten. Die Kapitalnutzungskosten stellen deshalb zugleich auch die erforderliche Mindestrendite dar, die zur Erlangung der Wirtschaftlichkeit eines Vorhabens erreicht werden muss. Liegt die Rendite niedriger, erwirtschaftet das Unternehmen in dem betreffenden Zeitraum bezogen auf das Investitionsvorhaben ein negatives Ergebnis. Wird hingegen eine Rendite oberhalb der Kapitalnutzungskosten erzielt, entsteht ein Gewinn.

In Ländern mit extrem niedriger Steuerbelastung für Unternehmen können die fiskalischen Abgaben bei der Berechnung der Kapitalnutzungskosten vernachlässigt werden. In Staaten wie Deutschland hingegen muss die jeweilige Steuerbelastung der Firmen berücksichtigt werden, insbesondere die Körperschaftssteuer.

 
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