Kapitalkoeffizient

Der Kapitalkoeffizient gibt an, in welchem Umfang Sachkapital für die Produktion einer bestimmten Menge von Gütern eingesetzt werden muss. Der Koeffizient bildet damit den Kehrwert der Kapitalproduktivität.

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Um den Kapitalkoeffizienten bezogen auf eine komplette Volkswirtschaft errechnen zu können, muss man zunächst den Kapitalstock ermitteln. Er ergibt sich aus dem Bruttoanlagevermögen des Landes, also der Summe aller Anlageinvestitionen zum Beispiel in Maschinen. Der Kapitalstock wird jährlich vom Statistischen Bundesamt ermittelt, und zwar durch die Kumulationsmethode. Der auf diese Weise bestimmte Kapitalstock wird zur Berechnung des Kapitalkoeffizienten durch das Bruttoinlandsprodukt geteilt.

Vergleicht man das Ergebnis verschiedener Jahre und erstellt man an Hand dieser Daten eine langfristige Kurve, so lässt sich daran ablesen, in welchem Maße der Kapitalstock erhöht werden muss, um eine Steigerung des Inlandsprodukts zu erreichen. Konkret lässt sich also ermitteln, in welchem Umfang zusätzliche Investitionen in neue Produktionsanlagen einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt nach sich ziehen.

Die Werte fließen auch in die Volkswirtschaftliche Gesamtberechnung ein, die das Statistische Bundesamt erstellt. Die Ergebnisse dienen Wirtschaftsforschern und der Politik als Basis für Prognosen, können also Einfluss auf die Wirtschaftspolitik des Landes haben.

 
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