Kapitalintensität

Die Kapitalintensität gibt in der Volkswirtschaftslehre Auskunft darüber, wie viel Anlagevermögen pro Arbeitseinheit in einem Unternehmen erforderlich ist. Indem man den Kapitalstock durch die Zahl der Angestellten teilt, erhält man die Investitionssumme pro Erwerbstätigem. Je höher sie ausfällt, desto kapitalintensiver ist ein Unternehmen.

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Generell hat sich die Kapitalintensität der Firmen in den entwickelten Staaten während der vergangenen Jahrzehnte stark erhöht. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sind die immer leistungsfähigeren, aber auch immer teureren Maschinen. Wenn die Anlagen größere Teile des Produktionsprozesses automatisch erledigen und nur wenige Menschen für die Bedienung einer Maschine erforderlich sind, die viele Millionen Euro kostet, erhöht das die Kapitalintensität signifikant. Mit zunehmendem Produktivitätsfortschritt verschiebt sich also das Verhältnis zwischen dem Kapitalstock und dem Faktor Arbeit, so dass mehr Kapital je Erwerbstätigem eingesetzt wird. Das führt dann zu einer Steigerung der Arbeitsproduktivität. Ein Arbeiter kann durch die gestiegene Kapitalintensität in einem Betrieb pro Arbeitsstunde mehr Werte produzieren.

Zugleich wird heutzutage in vielen Produktionsunternehmen mehr Kapital als Arbeit für die Herstellung von Gütern eingesetzt. Der Faktor Kapital ist in diesen Fällen also entscheidend. Mit steigender Kapitalintensität wird dieses Ungleichgewicht größer.

 
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