Kapital, konstantes

Konstantes Kapital bildet in den Thesen von Karl Marx das Gegenstück zum variablen Kapital. Während der bewegliche Teil des Kapitals von den Arbeitern in seinem Wert gesteigert wird, bleibt das konstante Kapital zum Beispiel in Grund und Boden, in Fabrikgebäuden und Anlagen gebunden.

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Das konstante Kapital muss also beim Kapitalisten vorhanden sein, ehe dieser einen Produktionsbetrieb aufbauen kann, in dem schließlich durch die Arbeitskraft der Untergebenen der Wert des variablen Kapitals gesteigert werden kann. Das konstante Kapital hingegen behält allenfalls einen gleich bleibenden Wert.

Marx gliedert den konstanten Teil des Kapitals noch einmal auf in

-> fixes und
-> zirkulierendes Kapital.

Fixes konstantes Kapital wird bei der Gründung eines Unternehmens angelegt und verbleibt dauerhaft im Betrieb. Es steckt also beispielsweise in den Maschinen.

Zirkulierendes Kapital wird zum Beispiel in Rohstoffe und Büromaterial investiert und auch die Kosten für Energie werden mit damit gedeckt.

Obwohl das konstante Kapital nach der Marx'schen Definition in seinem Wert eigentlich unveränderlich ist, räumt der Philosoph dennoch die Möglichkeit einer so genannten Wertrevolution ein. Darunter versteht Marx den Wertverlust zum Beispiel einer Maschine, die mit konstantem Kapital erworben wurde. Kommen neue und leistungsfähigere Anlagen auf den Markt, so sinkt dadurch der Wert der alten und weniger leistungsfähigen Maschine. Ebenso können Rohstoffe, die mit zirkulierendem konstantem Kapital gekauft wurden, entsprechend den schwankenden Marktpreisen entweder an Wert gewinnen oder verlieren.

 
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