Kapital-Abschottung

Mit einer Kapital-Abschottung verhindern oder erschweren Staaten ausländische Investitionen in die heimische Wirtschaft.

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Während die Industrienationen großes Interesse an ausländischem Kapital haben und miteinander im Wettstreit um international aktive Investoren stehen, entscheiden sich insbesondere Entwicklungsländer mit autokratischen Herrschaftssystemen (Selbstherrschaft) mitunter für eine teilweise oder sogar vollständige Kapital-Abschottung. Dadurch fehlen der Wirtschaft des Landes wichtige Impulse von außen und notwendige Investitionen in moderne Maschinen und Produktionsanlagen können nicht erfolgen. Das betreffende Land bleibt deshalb in seiner wirtschaftlichen Entwicklung weit hinter vergleichbaren Volkswirtschaften zurück. Das Einkommen der Bevölkerung verharrt auf einem niedrigen Niveau.

Insbesondere schwache Regime, die sich lediglich durch Repression an der Macht halten können, fürchten ausländischen Einfluss in ihrem Land. Sie sehen deshalb in der Kapital-Abschottung die Möglichkeit, anderen Staaten und ausländischen Unternehmen das Einwirken auf die Lebensverhältnisse der Menschen unmöglich zu machen.

Die Abschottung geht oftmals einher mit einer Devisenzwangswirtschaft, d.h. ausländische Devisen dürfen nicht beliebig in die eigene Landeswährung getauscht werden. Die Kontrolle darüber obliegt staatlichen Stellen. Staatlich reglementiert sind außerdem der Import und Export von Gütern, die aus einem anderen Währungsraum bezogen bzw. dorthin geliefert werden sollen. Die Einfuhr von nicht unbedingt notwendigen Waren wird dabei häufig zu Gunsten von Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Produkten wie Medikamenten etc. beschränkt.

 
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